Von der Leyen droht Russland mit Handelseinschränkungen

Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen spricht während einer Plenarsitzung des 50. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Foto: epa/Gian Ehrenzeller
Die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen spricht während einer Plenarsitzung des 50. Jahrestreffens des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos. Foto: epa/Gian Ehrenzeller

DAVOS: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für den Fall eines Einmarsches in die Ukraine vor weitreichenden Einschränkungen der Handelsbeziehungen gewarnt. «Falls es weitere Angriffe auf die territoriale Unversehrtheit der Ukraine gibt, werden wir mit massiven Wirtschafts- und Finanzsanktionen reagieren», sagte sie am Donnerstag bei einer Online-Veranstaltung des Weltwirtschaftsforums Davos. Die EU sei mit Abstand der größte Handelspartner Russlands und mit Abstand der größte Investor. «Diese Handelsbeziehung ist uns wichtig, aber sie ist für Russland viel wichtiger», erklärte sie.

Von der Leyen betonte, dass die aktuellen Schwierigkeiten aus ihrer Sicht nichts mit dem Land Russland oder der Bevölkerung zu tun haben. Diese würden durch die gefährliche Politik des Kreml verursacht. «Russland und Europa teilen ihre Geografie Kultur und Geschichte - wir wollen auch eine gemeinsame Zukunft», sagte sie.

Angesichts eines massiven russischen Truppenaufmarsches in der Nähe der Ukraine wird derzeit im Westen befürchtet, dass der Kreml einen Einmarsch in das Nachbarland planen könnte. Für möglich wird allerdings auch gehalten, dass nur Ängste geschürt werden sollen, um die Nato zu Zugeständnissen bei Forderungen nach neuen Sicherheitsgarantien zu bewegen. Erklärtes Ziel Russlands ist es etwa, dass die Nato auf eine weitere Osterweiterung verzichtet und ihre Streitkräfte aus östlichen Bündnisstaaten abzieht.

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Ralph von Mühldorfer 21.01.22 16:30
die Ukraine und Belasus
werden wohl wieder Russland eingegliedert. Der Westen wird sicher nichts dagegen unternehmen, da sich beide Staatsführungen nicht kooperativ gezeigt haben und beide von ihrer Bevölkerung nicht gemocht werden. Putin hat da leichte Hand.

Die USA sind an diesen Ländern nicht interessiert, EUROPA hat keine Eingreiftruppe und wurde durch Belarus verärgert. Also werden unsere Politiker etwas meckern und das war es.
Ingo Kerp 21.01.22 12:30
Es findet zwar und wird wohl auch nicht, ein russischer Einmarsch in der Ukraine statt, der Westen erliegt allerdings der Paranoia und der Panik. Vom Westen ausgesprochene Drohungen und Schreckensszenarien werden tägl. groeßer, passiert ist aber nichts. Man kann sich des Eindrucks nicht verwehren, als wenn der Westen einen Krieg herbeireden würde / wollte.