Villa von Suu Kyi darf verkauft werden

Bürger und Unterstützer Myanmars halten myanmarische Nationalflaggen und ein großes Bild der myanmarischen Demokratieikone Aung San Suu Kyi. Foto: epa/Diego Azubel
Bürger und Unterstützer Myanmars halten myanmarische Nationalflaggen und ein großes Bild der myanmarischen Demokratieikone Aung San Suu Kyi. Foto: epa/Diego Azubel

YANGON: Myanmars oberstes Gericht hat das Elternhaus der entmachteten Regierungschefin Aung San Suu Kyi zum Verkauf freigegeben: Der ältere Bruder der 77-Jährigen, Aung San Oo, darf seine Hälfte des Anwesens veräußern. Dies entschied das von der Militärregierung kontrollierte Gericht am Montag in der Hauptstadt Naypyidaw, wie am Dienstag bekannt wurde. In der Villa in der früheren Hauptstadt Yangon hatte die Friedensnobelpreisträgerin unter einer früheren Militärregierung 15 Jahre Hausarrest verbracht. Heute sitzt sie in einem Gefängnis in Naypyidaw in Einzelhaft.

Um das herrschaftliche Anwesen am See, das Schätzungen zufolge rund 27 Millionen Euro wert sein soll, stritten die Geschwister seit Jahren vor Gericht. Während Suu Kyi die Villa einer Stiftung vermachen wollte, die den Namen ihrer Mutter trägt, forderte der Bruder seine Hälfte des Vermögens für sich. In einem früheren Verfahren - als sie in Myanmar (früher: Birma) noch Regierungschefin war - hatte Aung San Suu Kyi Recht bekommen.

Die Mutter hatte die Villa 1947 von Birmas damaliger Regierung nach der Ermordung des Vaters, General Aung San, erhalten. Sie lebte dort bis zu ihrem Tod 1988. Nach der Entlassung aus dem Hausarrest war Aung San Suu Kyi 2016 Regierungschefin geworden. Bei einer Wahl im November 2020 sicherte sie sich eine zweite Amtszeit. Das Militär putschte dann jedoch im Februar 2021 erneut. Die Friedensnobelpreisträgerin wurde in mehreren Prozessen zu jahrelanger Haft verurteilt.

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Man Farang 24.08.22 14:40
Burma
Kauft wohl ein reicher Chinese als Momento Mori , eine Erinnerung an die herrliche Zeit als China seinen Einfluss auf das Burmesische Militaer ausgeuebt hat um diese unsaegliche , anachronistische Demokratie abzuschaffen und vielleicht ein wenig mehr Lebensraum fuer Chinesen, das Militaer macht das schon.