Vietnamesische Polizei beschlagnahmt 215 Schuppentiere

Foto: epa/Mak Remissa
Foto: epa/Mak Remissa

HANOI (dpa) - Die vietnamesische Polizei hat bei einem Einsatz gegen einen illegalen Tierzüchterring 215 Schuppentiere entdeckt.

Die als gefährdet geltenden Tiere wurden bei einer Hausdurchsuchung im Dorf Cong Thuong in der nördlichen Küstenprovinz Ha Tinh gefunden, wie das Ministerium für öffentliche Sicherheit am Freitag mitteilte. Bei dem Einsatz seien neun Verdächtige festgenommen worden. Ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. Das Schicksal der beschlagnahmten Tiere war zunächst unklar.

Das auch unter dem Namen Pangolin bekannte Schuppentier lebt in Asien und Afrika; es steht auf der Roten Liste der gefährdeten Arten. Seine Schuppen werden trotz eines Handelsverbots als Heilmittel verkauft und sein Fleisch gilt in Asien als Delikatesse.

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Leserkommentare

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Alexander Kossorotow 20.03.19 16:54
Speisekarte in Asien ist grenzwertig
Schlimm, welchen Naturfrevel Asiaten betreiben, da wird gefangen, gekocht und gegessen, was immer einem vor die Nase kommt. Allerdings, wenn man bedenkt, dass hier Züchter hochgenommen wurden, die dadurch ja die Natur etwas entlasten, sieht man wie absurd zum Teil die Gesetze sind. Das Verspeisen von Hunden und Katzen hingegen bleibt legal in Vietnam, obwohl es schon dem Kannibalismus sehr nahe kommt, die besten Freunde des Menschen auf den Grill zu hauen. Da ist es dann zum Baby-BBQ gar nicht mehr so weit, davon gibt es ja auch min. sehr viele...
Hansruedi Bütler 19.01.19 13:52
Das Fleisch des Schuppentiers
gilt auch in den Bergen bei uns als "Delikatesse"! Daher werden sie trotz all der Verbote aufs grausamste bejagt, da der Arm des Gesetzes, die Bergbevölkerung nicht interessiert weder je erreicht.