Vermisste Ukrainerin auf Koh Samui tot aufgefunden

Am Fundort der Leiche befand sich auch ein Rucksack, den die vermutlich getötete Ausländerin trug, als sie zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Foto: The Nation
Am Fundort der Leiche befand sich auch ein Rucksack, den die vermutlich getötete Ausländerin trug, als sie zum letzten Mal lebend gesehen wurde. Foto: The Nation

KOH SAMUI: Die Leiche einer vermissten ukrainischen Frau wurde am Sonntag in einem Graben auf der Ferieninsel Samui gefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, sagte Capt. Supot Khaokhwan, Ermittler der Polizeiwache von Bophut.

Ein 47 Jahre alter Hotelangestellter, der auf der Suche nach Pilzen war, stieß in einem von Gestrüpp bedeckten Gebiet in der Nähe eines Feldweges auf die Leiche, etwa 30 Meter von einer Straße entfernt, die die Dörfer Lamai und Mae Nam verbindet. Der Mann bemerkte einen üblen Geruch, ging zu einem nahegelegenen Graben und sah ein menschliches Bein aus dem Wasser ragen. Er kehrte nach Hause zurück und erzählte seiner Frau und einigen Freunden, was er gesehen hatte. Am Sonntag gingen sie gemeinsam zu der Stelle. Bei der Leiche handelte es sich um eine tote Frau.

Die Polizei traf auf eine verwesende Leiche, von der einige Knochen teilweise sichtbar waren. Die Frau war schätzungsweise 15 bis17 Tage tot. In der Nähe der Leiche lag ein Rucksack, der 700 Baht Bargeld, einige Medikamente sowie Handy und Kopfhörer enthielt. Ein 40-jähriger ukrainischer Fotograf identifizierte die Leiche: Es handelte sich um seine vermisste 32-jährige Frau.

Über einen Dolmetscher sagte der Ukrainer, er und die vermisste Frau seien seit 12 Jahren verheiratet und hätten einen Sohn. Sie lebten seit etwa fünf Jahren auf Samui. Im vergangenen Jahr habe seine Frau einen anderen ausländischen Mann kennengelernt. Vor zwei Monaten habe sie ihn verlassen und sei zu ihrem neuen Freund gezogen und habe ihren Sohn mitgenommen. Seine Frau habe sich an einen Anwalt gewandt, und sie seien dabei, Dokumente vorzubereiten, um die Scheidung einzureichen.

Während der vergangenen zwei Monate habe sie ihn mehrmals aufgesucht. Manchmal ließ sie ihren Sohn bei ihm zurück. Am 25. Mai besuchte sie ihn wieder und ließ ihren Sohn in seiner Obhut. Den Jungen wollte sie später abholen. Doch sie kam nicht. Am 29. Mai gab der Ukrainer bei der Polizei in Bophut eine Vermisstenanzeige auf und bat die Beamten, nach seiner Frau zu suchen.

Laut Capt. Supot wurde der Tod der Frau der ukrainischen Botschaft gemeldet. Die Leiche wurde für eine Autopsie in das Krankenhaus Koh Samui gebracht. Die Ermittler gehen von einem gewaltsamen Tod aus, wollen den Ehemann und weitere Personen befragen und Überwachungskameras auswerten.

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