Milchtee mit „Elefantenrüssel“ der Hit

Foto: The Nation
Foto: The Nation

SONGKHLA: Für heftige Diskussionen und großes Aufsehen unter Netizen sorgte in den letzten Tagen ein „Bubble Tea“-Stand am Straßenrand in der südlichen Provinz Songkhla, der seinen Kunden eisgekühlten Milchtee in Plastiktüten anbietet, die am unteren Ende mit einem ungewöhnlich langen, hervorstehenden „Teil“ ausgestattet sind, das der Betreiber als „Elefantenrüssel“ bezeichnet, aber von vielen Personen als männliches Fortpflanzungsorgan aufgefasst wird.

Nachdem der öffentliche Aufschrei groß war, entschied sich der Shop-Betreiber – trotz des riesigen Erfolgs seiner ungewöhnlichen Marketing-Kampagne – für den Stopp des Verkaufs von Milchtee in „Elefantenrüssel“-Tüten. Auf seiner Facebook-Seite teilte der Shop am Donnerstag mit:

„Wir entschuldigen uns bei allen Kunden. Die betreffende Trinktüte wird nicht mehr erhältlich sein. Sie beinhaltet viele sensible Aspekte. Wir danken Ihnen für Ihr großes Interesse und Ihre Unterstützung.“

In der zurückliegenden Woche hatte ein Facebook-Beitrag von „Cha Dean“, mit dem der Milchtee-Shop seinen Kunden seine neue, unkonventionelle Getränkeverpackung vorstellte, auf sozialen Netzwerken für große Furore gesorgt. Der Beitrag erzielte zwar viel Zustimmung der Netizen, insbesondere im Hinblick auf die kreative Idee des Shop-Betreibers, erntete jedoch auch heftige Kritik von eher konservativen und religiösen Menschen.

In dem Beitrag wies der Shop-Betreiber auf die Vorteile der „Elefantenrüssel“-Tüten hin, so würde die „extrem unkonventionelle“ Getränkeverpackung ohne Trinkhalm auskommen, da der „Elefantenrüssel“ diese Aufgabe übernehme. Außerdem wurde in dem Beitrag versprochen, dass man mit dieser Getränkeverpackung „garantiert überall auffallen“ werde.

Der Besitzer des Ladens sagte gegenüber der Presse, dass ihm seine clevere Marketingkampagne viele neue Kunden beschert habe. So wurde allein sein Facebook-Beitrag rund 30.000-mal geteilt.

Er erklärte, dass ihn ein Videoclip auf die Idee gebracht hatte, in dem gezeigt wurde, wie man durch Ziehen an einer Plastiktüte einen „Elefantenrüssel“ modellieren kann.

„Ich habe dies ausprobiert, und die modifizierte Getränketüte konnte tatsächlich die Flüssigkeit halten. Ich präsentierte meinem Vater meine Idee gezeigt, und er meinte, es sähe komisch aus. Wir haben zusammen gelacht“, erzählte der Ladenbesitzer.

Er fügte hinzu, dass er mit den auf Facebook geteilten Fotos seiner „Elefantenrüssel“-Tüte die Menschen zum Lachen bringen wollte und dass er nicht die Absicht gehabt hätte, sie für den Verkauf seines Milchtees einzusetzen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Stefan Siebert 28.05.22 12:20
@ Timucin Batur
Die armen Kinder? Warum? In welcher Zeit sind sie hängen geblieben?
Ingo Kerp 27.05.22 13:00
Anstoeßig oder nicht, die Idee hat ihm neue Kunden eingebracht. Ideen muß man haben, auch wenn sie nachher eingestampft werden müssen.