Zwei Tatverdächtige in U-Haft

Foto: Twitter/@lexilogion
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PALMA (dpa) - Der Fall sorgt seit Tagen für Schlagzeilen: Eine junge Deutsche soll auf Mallorca von Landsleuten vergewaltigt worden sein. Vier Verdächtige wurden in den vergangenen Tagen festgenommen. Jetzt gab es einen ersten Gerichtsentscheid.

Ein Gericht auf Mallorca hat im Zusammenhang mit dem Vorwurf einer Gruppenvergewaltigung für zwei verdächtige Deutsche Untersuchungshaft ohne Kaution angeordnet. Ihnen werde «sexuelle Aggression» vorgeworfen, bestätigte eine Justizsprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Zwei weitere Deutsche wurden nach dem Entscheid vom Samstagabend auf freien Fuß gesetzt. Diese dürften «im Prinzip» auch aus Spanien ausreisen, so die Sprecherin, ohne weitere Details zu nennen.

Nach der Anzeige einer 18-jährigen Deutschen waren am Donnerstag drei Tatverdächtige zusammen mit einem vierten auf dem Flughafen von Palma de Mallorca festgenommen worden, bevor sie den Rückflug nach Deutschland antreten konnten. Einer der vier war aber kurz darauf wieder frei, weil er ein Alibi vorweisen konnte. Am Freitag kam es dann zu einer weiteren Festnahme in Cala Rajada im Nordosten der Baleareninsel. Der Mann soll ein Bruder eines der Verdächtigen sein, wie die örtliche Zeitung «Ultima Hora» berichtete.

Beim Eintritt ins Gerichtsgebäude hätten die Männer gegenüber Medien erklärt, sie seien unschuldig, schrieb das «Diario de Mallorca». Bereits bei einem ersten Polizeiverhör am Donnerstag sollen die Verdächtigen die Tat bestritten haben. Sie hätten eingeräumt, es sei zum Geschlechtsverkehr mit der Deutschen gekommen - aber «einvernehmlich», berichteten Medien unter Berufung auf die Behörden.

Zum Alter und dem genauen Herkunftsort der Verdächtigen konnte die Polizeieinheit Guardia Civil derweil keine Angaben machen. Deutsche Medienberichte, wonach sie aus Hessen stammen sollen, wurden zunächst nicht bestätigt.

Insgesamt sollen etwa zehn Zeugen vernommen worden sein, um den Tathergang zu klären. Die Touristin hatte eigenen Angaben zufolge die Männer beim Feiern kennengelernt und war in der Nacht zum Donnerstag freiwillig mit ihnen ins Hotel gegangen. Laut Guardia Civil sagte sie aus, sie sei dann aber im Zimmer der Gruppe von zwei Männern im Beisein der beiden anderen vergewaltigt worden. Bei medizinischen Untersuchungen seien Verletzungen am ganzen Körper festgestellt worden, die bestätigt hätten, dass die junge Frau Opfer sexueller Gewalt wurde, so spanische Medien unter Berufung auf Gerichtsquellen.

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Hans-Dieter Volkmann 10.07.19 05:34
Joerg Obermeier 09.07.19 21:44
Kurze Frage, kurze Antwort. In einer Demokratie gibt es Andersdenkende. Die Demokratie muss solche Menschen aushalten. Solange sich diese rechtschaffen verhalten.
Helmut Engel 10.07.19 05:33
Das Leben ist hart auch mit Gehirn.
Bei einigen Weisheiten bekommt das Niveau im Keller Höhenangst. Was ich nach meiner Lesart einiger Geistesblitze feststellen kann, so ist bei einigen Ausarbeitungen die Herabsetzung auf ein geistiges Minimum unerreichbar. Eine ethnische Zuordnung wird rein naturwissenschaftlich nicht durch die Erlangung eines Passes erreicht. Es ist auch egal zu welchem Anteil Ethnien durch Vermischung oder zum Vorteil eines angestrebten Genpools gebildet werden. Der Besitz eines landesspezifischen Passes ist für Erbgut gelebte Kultur und der eigenen Überzeugung von einem höheren Wesen zu den auserwählten erkoren zu sein unerheblich. Ebenfalls verleiht es dem von Gottesgnaden bevorzugten Individuum keine Berechtigung andere von ihm verachteten Ethnien eine ignorante abwertende Haltung und Verletzung der Würde als probates Mittel seiner geglaubten Überhöhung gegenüber einer anderen Ethnie einzufordern. Vermischungen von nicht miteinander verknüpften Zusammenhänge und deren Ereignisse eignen sich nicht um unabhängig voneinander einen dritten Tatbestand zu Relativieren. Zur Verhöhnung der Opfer und das Herabsetzen der Verhassten Volksgruppe verwendet der bescheiden ausgeprägte Geist, jedoch gerne die unter Primitiv angesiedelten wiedergaben, um die verlotterte selbst Erhöhung ausschließlich sich selbst zu bescheinigen. Sollte sich jemand angesprochen fühlen so ist das, reiner Zufall.
Rudolf Lippert 10.07.19 05:31
The0 swisshai
Na, diesen Aufschlag kann man doch in ihr eigenes Spielfeld zurück werfen. Sind in der Schweiz geborene Türken mit CH pass keine schweizer? Was hätte die CH Presse berichtet? Gerade in der Schweiz kann man 30 oder 40 Jahre leben mit oder ohne CH pass. Dann heißt es: "der Ausländer der seit 30 jahren in irgendwoschwil lebt..."
Joerg Obermeier 09.07.19 21:44
@ Herr Volkmann
Natürlich dürfen Sie in einer Demokratie mit der uns eigenen Meinungsfreiheit sagen und behaupten was Sie wollen. So wie hier zum Beispiel. Und Sie haben sogar damit völlig recht, dass kein noch so bornierter und fremdenfeindlicher Rassist in die rechte oder braune Szene gerückt werden muss. Aber eine Frage sei mir als oberflächlich Andersdenkender doch hoffentlich erlaubt: In welche Ecke, denken Sie, könnte man so einen sonst noch einordnen?
TheO Swisshai 09.07.19 18:14
@Harald S / Nur so eine Frage
Ist ein in Deutschland geborener Türke mit deutscher Staatsbürgerschaft kein Deutscher ?