Venezuelas Regierung sagt neue Gesprächsrunde mit Opposition ab

Foto: epa/Miraflores Press Office
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CARACAS (dpa) - Wegen der jüngsten US-Sanktionen gegen die venezolanische Regierung hat Präsident Nicolás Maduro weitere Gespräche mit der Opposition vorerst abgesagt. Der Staatschef werde keine Unterhändler zu den für Donnerstag und Freitag geplanten Verhandlungen auf Barbados schickten, teilte die Regierung in Caracas am Mittwoch mit. Als Grund nannte sie die neuen Wirtschaftssanktionen gegen Venezuela. Maduros Gegenspieler, der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó, unterstützt die Sanktionen, um einen Machtwechsel in dem südamerikanischen Land zu erzwingen.

Washington hatte zuletzt das gesamte Vermögen der venezolanischen Regierung in den USA einfrieren lassen. Zudem können auch Unternehmen und Staaten belangt werden, die weiter Geschäfte mit der venezolanischen Regierung machen. «Wir werden sicherstellen, dass Maduro die Mittel ausgehen, sich finanziell über Wasser zu halten», sagte US-Sicherheitsberater John Bolton. Die Regierung in Caracas verurteilte die neuen Sanktionen als «wirtschaftlichen Terrorismus».

Die Regierung von Staatschef Maduro und die Opposition um Guaidó liefern sich seit Monaten einen erbitterten Machtkampf. Viele Länder haben Guaidó bereits als legitimen Übergangsstaatschef anerkannt, in Venezuela selbst allerdings sitzt Maduro weiter fest im Sattel. Nach Vermittlung der norwegischen Regierung hatten sich Unterhändler beider Seiten zuletzt mehrfach auf Barbados getroffen, um einen Ausweg aus der Krise zu suchen.

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