Venezuela will diplomatische Beziehung zu Deutschland normalisieren

Foto: epa/Miguel Gutierrez
Foto: epa/Miguel Gutierrez

CARACAS/BERLIN (dpa) - Nach der Ausweisung des deutschen Botschafters Anfang März will Venezuela seine diplomatischen Beziehungen zu Berlin wieder normalisieren.

Botschafter Daniel Kriener gelte nicht länger als unerwünschte Person, teilte das Außenministerium in Caracas am Montag mit. Der stellvertretende Außenminister Yván Gil habe sich mit der Beauftragten des Auswärtigen Amtes für Lateinamerika und die Karibik, Marian Schuegraf, in Berlin getroffen. Ziel sei es, die diplomatischen Kanäle wieder herzustellen und die Beziehungen zwischen den beiden Ländern zu normalisieren.

Aus dem Auswärtigen Amt war am Montag zu hören, dass Venezuela darüber informiert habe, dass Botschafter Kriener nicht länger «persona non grata» sei. Im Auswärtige Amt werde in den kommenden Tagen über die nächsten Schritte beraten, hieß es weiter.

Die Regierung von Präsident Nicolás Maduro hatte Kriener am 6. März zur unerwünschten Person erklärt und des Landes verwiesen. Sie warf ihm Parteinahme für die Opposition rund um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó vor. Kriener hatte Guaidó gemeinsam mit anderen Diplomaten am Flughafen von Caracas erwartet. Damit wollten sie verhindern, dass er nach einer Reise durch Südamerika bei seiner Rückkehr festgenommen wird. Guaidó hatte trotz eines laufenden Ermittlungsverfahrens und einer Ausreisesperre das Land verlassen.

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