USA verlangen vom IWF entschiedeneres Vorgehen gegen unfairen Handel

US-Finanzminister Steven Mnuchin. Foto: epa/Michael Reynolds
US-Finanzminister Steven Mnuchin. Foto: epa/Michael Reynolds

NUSA DUA (dpa) - Im Streit über den Umgang mit internationalen Handelsbeziehungen hat US-Finanzminister Steven Mnuchin dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vorgeworfen, nicht entschieden genug aufzutreten. Der Fonds, dem 189 Länder der Welt angehören, müsse klar deutlich machen, wo seine Mitglieder Währungs- und Handelspolitik betreiben, mit denen sie sich auf unfaire Art und Weise Vorteile verschaffen. Die Botschaft dürfte vor allem an China, aber auch an die EU gerichtet sein.

Die USA, allen voran Präsident Donald Trump, beschuldigen unter anderem China und die Europäische Union unfairer Handelspraktiken. Zuletzt hatte Mnuchin in einem Interview erklärt, die USA schauten auch genau auf die chinesische Währung. Er deutete den Verdacht an, China könne seine eigene Währung nach unten manipulieren, um sich Vorteile beim Export zu verschaffen.

«Wir rufen den IWF auf, auf mehr Transparenz in der Währungspolitik zu dringen», heißt es in der Stellungnahme Mnuchins. IWF-Chefin Christine Lagarde hatte den Verdacht bereits am Vortag zurückgewiesen. Die Währungsschwankungen seien eher dem starken Dollar als einer künstlichen Schwächung des Yuan geschuldet.

Mnuchin forderte den IWF ferner auf, Ländern mit großen Außenhandelsüberschüssen - dies betrifft neben China auch Deutschland - Empfehlungen an die Hand zu geben, die Überschüsse zu verkleinern. Die USA haben ihrerseits ein riesiges Außenhandelsdefizit, das Präsident Trump mit seiner protektionistischen Handelspolitik bisher vergeblich zu bekämpfen versucht.

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