Hilfsgüter für Venezuela nach Kolumbien

Foto: epa/Miguel Gutierrez
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WASHINGTON/CÚCUTA (dpa) - Angesichts der schweren Versorgungskrise in Venezuela schaffen die USA weitere Hilfsgüter ins Nachbarland Kolumbien.

Von Indonesien aus würden mit Vitaminen und Mineralien angereicherte Energieriegel nach Kolumbien geflogen, teilte der Leiter der US-Entwicklungshilfeagentur USAID, Mark Green, am Dienstagabend (Ortszeit), auf Twitter mit. Die Rationen könnten 10 000 Kinder einen Monat lang ernähren.

Staatschef Nicolás Maduro lässt die humanitäre Hilfe allerdings bislang nicht in das Land. Er hält sie für einen Vorwand für eine militärische Intervention in Venezuela. Seit vergangener Woche warten in der kolumbianischen Grenzstadt Cúcuta bereits zehn Lastwagen mit etwa 100 Tonnen Hilfsgütern auf die Erlaubnis, passieren zu dürfen. In den kommenden Tagen soll zudem eine Sammelstelle für Lebensmittel, Medikamente und Hygieneartikel in Brasilien eingerichtet werden.

Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaidó appelliert immer wieder an die Streitkräfte, die Grenzen zu öffnen und die Hilfslieferungen ins Land zu lassen. Bislang halten die Militärs allerdings noch zu Maduro.

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