US-Unterstützung gegen illegale Banden

Einsatz gegen Drogenschmuggler auf dem Fluss Mekong im thailändischen Nordosten des Landes. Archivbild: epa/Barbara Walton
Einsatz gegen Drogenschmuggler auf dem Fluss Mekong im thailändischen Nordosten des Landes. Archivbild: epa/Barbara Walton

BANGKOK/NAKHON PHANOM: Das US-Büro für internationale Drogen- und Strafverfolgungsangelegenheiten (US INL) hat der Königlich Thailändischen Polizei Ausrüstungsgegenstände im Wert von über 370.000 US-Dollar (12,7 Millionen Baht) gespendet. Mit dem Equipment sollen die Bemühungen zur Bekämpfung der grenzüberschreitenden Kriminalität im Nordosten des Landes – insbesondere entlang des Flusses Mekong – unterstützt werden.

Die US-Botschaft und die Provinzpolizeiregion 4 (PPR4) hielten gemeinsam eine Pressekonferenz und eine Zeremonie ab, auf der die Spende bekanntgegeben wurde, von der sich die USA erhofft, dass sie zur Erhöhung der Sicherheit entlang des 670 Kilometer langen Mekong-Flusses eingesetzt wird.

Gregory Shaw, Leiter des INL-Büros in der US-Botschaft in Bangkok, teilte der Presse mit, dass es jetzt an der Zeit sei, zu kooperieren, da kriminelle Banden begonnen hätten, die Routen im weitläufigen, ländlichen Isaan zu nutzen, wo die Sicherheit vor Ort traditionell geringer sei.

„Kriminelle haben ihre Bemühungen verstärkt, die Isaan-Region und den Mekong-Fluss zu nutzen, um die Grenzübergänge zu umgehen und illegal Menschen, illegale Wildtierprodukte, Waffen und gefährliche, illegale Drogen nach Thailand zu schmuggeln“, erklärte er.

Die Situation habe sich im vergangenen Jahr weiter verschlechtert, als in der Region fast 100 Millionen Methamphetamin-Tabletten („Ya Ba“ genannt) beschlagnahmt wurden, mehr als viermal so viel wie in den Jahren 2019 und 2020 zusammen.

„Dies zeigt, dass die Ressourcen der Strafverfolgungsbehörden verstärkt werden müssen, um ganz Thailand vor internationalen Drogenhändlern und anderen Kriminellen zu schützen“, fügte er hinzu.

Der Polizeipräsident der Region – Pol Lt. Gen. Yunyong Wetchaosot – warnte vor der steigenden Zahl illegaler Drogen, mit denen der Nordosten des Landes überflutet wird, seitdem die Produzenten ihre Produktion von Myanmar nach Laos verlagert haben.

„Drogen werden oft über natürliche Wege transportiert. Der Norden ist ein gebirgiges Gebiet, das stark überwacht werden muss. Außerdem gibt es eine sehr lange Grenze, deren Überwachung ausgefeilte Technik erfordert“, erklärte er.

Pol Lt. Gen. Yunyong wies darauf hin, dass die USA und die Sicherheitsbehörden im thailändischen Nordosten seit langem zusammenarbeiten. Gemeinsam soll nach Aussage des Polizeichefs sichergestellt werden, dass konkrete Maßnahmen gegen grenzüberschreitende Banden ergriffen werden.

„Ich glaube, dass das Ergebnis für beide Seiten vorteilhaft war, und ich möchte ihnen für ihre Hilfe danken“, richtete er seine Worte an das US INL.

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