US-Außenminister Blinken reist erneut nach Nahost

Der amerikanische Außenminister Antony Blinken in Prag. Foto: epa/Martin Divisek
Der amerikanische Außenminister Antony Blinken in Prag. Foto: epa/Martin Divisek

GAZA/WASHINGTON: Wie es mit dem von US-Präsident Biden präsentierten Plan für eine Waffenruhe im Gaza-Krieg weitergeht, ist unklar. Außenminister Blinken reist deshalb erneut in die Region.

US-Außenminister Antony Blinken möchte sich bei einer weiteren Nahostreise in der kommenden Woche für ein Abkommen über eine Waffenruhe im Gaza-Krieg starkmachen. Blinken werde zwischen Montag und Mittwoch Ägypten, Israel, Jordanien und Katar besuchen, teilte sein Ministerium am Freitag (Ortszeit) mit. Bei den Gesprächen wird es demnach um den von US-Präsident Joe Biden vorgestellten Plan für eine Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen gehen. Weder Israel noch die Hamas haben dem mehrstufigen Plan bisher zugestimmt. Er sieht neben einem Ende der Kampfhandlungen und der Freilassung aller Geiseln aus der Gewalt der Islamisten auch den Wiederaufbau des von der Terrororganisation beherrschten und von israelischen Angriffen schwer getroffenen Küstenstreifens vor.

Blinken werde mit den Partnern über die Notwendigkeit diskutieren, das Abkommen über eine Waffenruhe zu besiegeln und damit auch die Freilassung aller Geiseln sicherzustellen, hieß es aus Washington. Seit Wochen vermitteln Katar, die USA und Ägypten zwischen Israel und der Hamas, um eine Feuerpause und einen Austausch der im Gazastreifen festgehaltenen Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen zu erreichen. Das «Wall Street Journal» hatte am Donnerstag berichtet, Hamas-Anführer Jihia al-Sinwar lehne ein Abkommen mit Israel ab, das zugleich eine Entwaffnung seiner Terrororganisation vorsehen würde.

Blinken hält sich derzeit mit Biden für die Feierlichkeiten zum 80. Jahrestag der Landung der Alliierten im Zweiten Weltkrieg in Frankreich auf.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als voll farbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Ingo Kerp 08.06.24 14:20
In Israel geben sich die westl. Politiker die Klink in die Hand und dennoch, nichts ändert sich. Die israel. Regierung und allen voran Netanjahu wollen verbissen weiterhin einen Krieg im Gaza-Streifen führen und das um jeden Preis. Dabei koennte Netanjahu längst beruflich umsatteln und sich als Büttenredner beim nächsten Karneval / Fasching bewerben.
Kostprobe seines unglaublichen Humors (Zitat): “..die israel. Armee ist die moralischste der Welt...“. Der Gag dürfte für tosenden Applaus sorgen.