Nach Hurrikan brauchen rund 70.000 Menschen auf den Bahamas Hilfe

Foto: Twitter/@jdubbllup
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NEW YORK/NASSAU (dpa) - Nach dem verheerenden Hurrikan «Dorian» benötigen auf den nördlichen Inseln der Bahamas nach Angaben der Vereinten Nationen rund 70.000 Menschen dringend Hilfe zum Überleben.

Die Abaco-Inseln und Grand Bahama hätten «enorme Verwüstung» erlitten, erklärte UN-Nothilfekoordinator Marc Lowcock am Mittwoch telefonisch aus den Bahamas. Die Bevölkerung brauche ersten Bestandsaufnahmen zufolge dringend Lebensmittel, sauberes Trinkwasser und Notunterkünfte. Bislang seien die Inseln nur per Hubschrauber zu erreichen, weil die Flughäfen überschwemmt oder beschädigt seien. Auch Verbindungsstraßen auf den Inseln könnten nicht genutzt werden.

Die Bahamas seien ein relativ wohlhabendes Land, doch angesichts des Ausmaßes der Katastrophe - das fast ein Fünftel der Bevölkerung betreffe - sei auch Hilfe von außen nötig, erklärt Lowcock. Teile der Inseln sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten, es gibt keine Stromversorgung mehr und nur noch stark eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten. Lowcock erklärte, es sei daher zu befürchten, dass die Zahl der Todesopfer «bedeutend ansteigen» werde. Die Regierung sprach zuletzt von sieben Toten.

Die US-Küstenwache ist bereits mit acht Helikoptern auf den Inseln südöstlich des US-Bundesstaats Florida im Einsatz. Auch das Rote Kreuz und andere Helfer haben mit Einsätzen begonnen, nachdem der Hurrikan am Dienstagabend in Richtung Florida abgezogen war. «Dorian» traf als Hurrikan der höchsten Kategorie auf die Bahamas und verharrte lange über den nördlichen Inseln. Für die Bahamas war es der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der modernen Aufzeichnungen.

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