Europäer sehen Zuwanderung problematischer als Klimawandel

Foto: epa/Ricardo Garcia
Foto: epa/Ricardo Garcia

BRÜSSEL (dpa) - Die Menschen in Europa machen sich noch immer mehr Sorgen wegen der Zuwanderung als wegen des Klimawandels. Laut am Montag veröffentlichten Umfrageergebnissen zählten zuletzt 34 Prozent der Europäer die Einwanderung zu den zwei größten Problemen, denen die EU gegenübersteht. Der Klimawandel wurde hingegen nur von 22 Prozent der Bürger genannt.

Die für die Umfrage zuständige EU-Kommission weist allerdings darauf hin, dass das Problembewusstsein für den Klimawandel zuletzt stark gestiegen ist. Die Erderwärmung lag demnach noch im Herbst 2018 nur auf Platz fünf der Problemrangliste - hinter Themen wie der wirtschaftlichen Lage oder dem Terrorismus. Nach den jüngsten Zahlen der sogenannten Eurobarometer-Umfrage steht sie nun erstmals auf Rang zwei hinter der Zuwanderung.

Das europaweite Ergebnis entspricht dabei in etwa dem in Deutschland. Von den in Bundesrepublik für die Umfrage befragten Menschen nannten 37 Prozent die Zuwanderung als eines der zwei wichtigsten Probleme, der Klimawandel wurde von 31 Prozent angegeben.

Positiv hebt die EU-Kommission hervor, dass das Vertrauen in die EU nach den jüngsten Umfragedaten so groß ist wie seit 2014 nicht mehr. Die Unterstützung für die Wirtschafts- und Währungsunion und für den Euro sei sogar auf ein neues Rekordhoch gestiegen, hieß es.

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TheO Swisshai 07.08.19 13:23
@David Hermann / Zuwanderung
Werter Herr Hermann, ich beziehe mich sehr wohl auf jenen Teil der Migration ("ungeregelter, Schlepper-gesteuerter Zuzug"). Diese sind hauptsächlich in den 4 % aus Afrika Zugewanderten enthalten und machen wie gesagt nur einen kleinen Teil der Migranten aus. Davon ist wiederum nur ein kleiner Prozentsatz so auffällig wie Sie das beschreiben. Die deutliche Mehrheit der Migranten hält sich an unsere Gesetze. Bei den 14 % aus Asien handelt es sich vor allem um Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Afghanistan, Irak und dem Jemen. Diese Flüchtlinge haben wir den Staaten zu verdanken, die diese Länder bombardieren und bekämpfen, die kommen sicher nicht wie Sie annehmen wegen Kindergeld-Bezug. Dass den Europäern exklusiv diese Minderheiten aus Afrika u. Vorderasien Sorge bereiten, ist Ihre eigene Auslegung, im Artikel steht jedenfalls nichts davon, es ist nur von allgemeiner Zuwanderung die Rede. Apropos qualitativen Unterschied hier in der Diskussion, es gibt durchaus auch Menschen, denen auch die Zuwanderung aus europäischen Staaten Sorgen machen. Immerhin sind ja 2/3 aller Migranten aus Europa und es gibt Länder, da beträgt der Ausländeranteil mittlerweile über 25 %, was prozentual doppelt so viel ist wie in Deutschland. Dass diese dann keine Kindergelder o. andere Sozialleistungen beziehen, dass denken wohl auch nur Sie.
Thomas Knauer 06.08.19 19:54
Ob es den paar Schiffen wirklich gelingt 400 Menschen täglich zu retten wage ich zu bezweifeln, selbst wenn es gelänge wären dies 146 000 im Jahr, dazu die paar denen es auf irgendeinem Weg über Land gelingt Europa zu erreichen, werden es 200 000 sin. Bei einer Bevölkerung von 500 000 000 Menschen eine verschwindend kleine Menge wenn sie aufgeteilt werden. Sehe viele Ängste unbegründet bzw in irgendwelchen dubiosen Gefühlen begründet, an diesen sollte gearbeitet werden, nachgeben ist da nie hilfreich. Niemand kommt weiter wenn er seinen Ängsten freien Lauf lässt. Klar gibt es auch kriminelle Ausländer und auch Flüchtlinge, hier ist allerdings der Anteil der Täter wenn der Vergleich zwischen den Bevölkerungsgruppen erfolgt fast identisch. In der Gesamtstatistik erhöht da die Gruppe der 20-35 jährigen Männer egal welcher Herkunft das größte Reservoir dafür bietet.
Ingo Kerp 06.08.19 16:48
Da derzeit mehr Schiffe und groessere als zuvor vor der libyschen Kueste wie ein Taxi auf Fahrgaeste warten, duerfte die Sorge der Bevoelkerung nicht abnehmen.
Hans-Dieter Volkmann 06.08.19 15:18
Juergen Bongard 06.08.19 13:21
Ich weis nicht woher Sie ihre Statistik haben. Wenn Sie behaupten das die Kriminalität von Ausländern zurück geht stimmt das nur eingeschränkt. Aber nicht jeder Ausländer ist ein Flüchtling. Die Kriminalität unter den Flüchtlingen ist enorm hoch. Sie ist deutlich höher als unter deutschen Bürgern. Das ist leicht festzustellen. Nehmen Sie 1000 deutsche Bürger und vergleichen Sie diese mit 1000 Asylanten aus den Wohnheimen, inclusive der Sittlichkeitsdelikte bzw. der Tötungsdelikte der letzten Monate. Das alleine ist schon schlimm genug. Was aber auf Unverständnis bis hin zur Ablehnung führt ist das zum Teil rücksichtslose Verhalten einiger fremdländischer Mitbürger die das mit ihrer Kultur entschuldigen. Hier ein Beispiel vom vergangenen Wochenende in Frankfurt/M. Seit 16 Uhr findet eine Hochzeit im Garten eines ca. 300 Meter entfernten Hauses statt. Die Musik, insbesondere die Bässe, ist so laut das in umliegenden Häusern selbst bei geschlossenen Fenstern kein ungestörtes Fernsehen möglich ist. Gegen 22 Uhr 45 wurde durch polizeilichen Einsatz die Musik im Freien abgestellt. Ein solches Verhalten, muslemische Familienfeiern in aller Öffentlichkeit bis tief in die Nacht, welches leider immer wieder vorkommt, ist es welches die Beziehungen untereinander so vergiften. Nicht die Völkerwanderung an sich. Ich persönlich bin der Meinung, Menschen die Not an Leib und Leben erfahren muss geholfen werden. Aber als Gast in einem fremden Land muss man einfach sensibler sein.
David Hermann 06.08.19 13:54
@Swisshai: Ihr Kommentar ist inhaltlich richtig, jedoch bezieht er sich nicht auf jenen Teil der Migration ("ungeregelter, schlepper-gesteuerter Zuzug") welcher den Europaern hier Sorge bereitet. Weder muessen wir mit (legalen) EU-Zuwanderern diskutieren ob Frauen in der Oeffentlichkeit ihr Gesicht zeigen duerfen, noch wie sie korangerecht zu zuechtigen sind oder ob man eine 13-jaehrige zur Viertfrau nehmen darf. Auch steht beim Zuzug von EU-Buergern als Motiv i.d.R. nicht der Kindergeld-Bezug als Einkommensmodell im Vordergrund, schlichtweg mangels Nachwuchs. Sie verstehen den qualitativen Unterschied hier in der Diskussion? In Sachsen stehen demnaechst Wahlen an ... auch die BRD korrigiert sich Schritt fuer Schritt. Den Steuerzahlern/Waehlern reicht es eben zunehmend. So schauts aus.