Ukrainekrieg: Neueste Meldungen am Montag

Foto: epa/dpa Fotomontage
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KPMG: Firmen planen trotz Krieges Investitionen in der Ukraine

MÜNCHEN/BERLIN: In der Ukraine tätige deutsche Unternehmen haben sich bei einer Umfrage des Wirtschaftsprüfers KPMG und der Deutsch-Ukrainischen Industrie- und Handelskammer vorsichtig optimistisch gezeigt. 43 Prozent der im April und Mai befragten 142 Firmen planten neue Investitionen, teilte KPMG am Montag mit. 42 Prozent der Befragten erwarteten in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung der wirtschaftlichen Lage in der Ukraine, 10 Prozent eine Verschlechterung.

Deutschland und die EU haben milliardenschwere Förderprogramme aufgesetzt. Als Chance nannten die Unternehmen den Marktzugang, die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte und die Beteiligung an Programmen zum Wiederaufbau der Ukraine. Als Hürden nannten die befragten Firmen den Krieg, die Sicherheitsrisiken für die eigenen Mitarbeiter und die lokale Korruption. Das ukrainische Mobilisierungsgesetz werde die Verfügbarkeit von Arbeitskräften weiter beschränken.


Selenskyj: Weiteres Unterstützungsabkommen mit Deutschland geplant

KIEW: Laut dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj laufen Vorbereitungen für ein weiteres Abkommen mit Deutschland. Worum es konkret geht, sagt er aber nicht.

Bei der Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg rechnet die Ukraine eigenen Angaben zufolge mit dem Abschluss eines weiteren Unterstützungsabkommens mit Deutschland. «Wir bereiten neue Abkommen für die Ukraine mit europäischen Partnern über zusätzliche Unterstützungsmaßnahmen vor, insbesondere mit Deutschland», sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Sonntag. Um welche Art von Hilfe es sich dabei handeln soll, führte er jedoch nicht aus. Stattdessen verwies er noch auf laufende Vorbereitungen für ein Sicherheitsabkommen, das die Ukraine mit den USA schließen will. Dieses war in der Vergangenheit bereits angekündigt worden.

Die Ukraine hat bereits mit mehreren Staaten Sicherheitsabkommen unterzeichnet, darunter Deutschland. Diese Abkommen stellen für die kommenden Jahre finanzielle und militärische Hilfen in Aussicht. Sicherheitsgarantien hat dabei bisher noch kein Land gegeben. Von dem Abkommen mit den USA wird das erwartet.

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