Ufo bietet Lufthansa Friedenspflicht an

vorerst keine Urabstimmung

Foto: epa/Peter Kneffel
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FRANKFURT/MAIN (dpa) - Im Konflikt mit der Lufthansa ist die Flugbegleitergewerkschaft Ufo einen Schritt auf das Unternehmen zugegangen. Ufo bot Lufthansa am Mittwoch eine vierwöchige Friedenspflicht an, in denen es keine Urabstimmung über Streiks geben solle. Das Unternehmen müsse lediglich zustimmen, die zuletzt von Lufthansa angezweifelte Rolle der Gewerkschaft als Tarifpartner in vertraulichen Gesprächen zu klären.

Sollte Lufthansa bis kommenden Mittwoch (10.7.) den Vorschlag nicht annehmen, werde man kurz danach die Urabstimmung über Streiks bei den Töchtern Eurowings und Germanwings einleiten, sagte ein Ufo-Sprecher. Wenig später sollten die Ufo-Mitglieder dann auch über Ausstände bei Lufthansa abstimmen. «Das Forderungspaket für Lufthansa steht und muss nur noch durch eine interne Abstimmung.»

Ein Lufthansa-Sprecher erwiderte, Streiks könne es derzeit ohnehin nicht geben, da es weder offene Tarifverträge noch Forderungen gebe. «Damit besteht sowieso die Friedenspflicht.»

Ufo hatte Mitte Juni mit Streiks des Kabinenpersonals in der Ferienreisezeit gedroht. Im Hintergrund steht ein seit Monaten währender Konflikt: Ufo hatte Tarifverträge mit der Lufthansa bereits im März gekündigt, das Unternehmen hat diese Kündigungen jedoch nicht anerkannt. Lufthansa hatte zuletzt auf die aus Sicht des Unternehmens unklare Lage bei der Gewerkschaft verwiesen. «Derzeit ist für uns nicht erkennbar, wann und wie Ufo ihrer Rolle als berechenbarer, konstruktiver Tarifpartner wieder gerecht werden kann. Daher finden aktuell keine Gespräche statt», hatte das Unternehmen erklärt.

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