Überschwemmungen zerstören Melonenplantage

Anderen Gutes tun, selbst wenn es einem selbst schlecht geht – Khun Magkorn praktizierte das Tambun-Konzept und spendete seine gesamte durch die Wassermassen zerstörte Ernte einem lokalen Elefantencamp zur Verfütterung an... Foto: Sophon Cable Tv
Anderen Gutes tun, selbst wenn es einem selbst schlecht geht – Khun Magkorn praktizierte das Tambun-Konzept und spendete seine gesamte durch die Wassermassen zerstörte Ernte einem lokalen Elefantencamp zur Verfütterung an... Foto: Sophon Cable Tv

PATTAYA: Die Regenfälle der letzten Tage haben im ganzen Stadtgebiet eine Spur der Verwüstung angerichtet. Zahlreiche Häuser wurden durch die Wassermassen stark beschädigt und auch drei Tage nach dem verheerenden Sturm haben die Menschen immer noch alle Hände voll zu tun, das, was den Fluten nicht tzum Opfer gefallen ist, zu retten.

Einer von ihnen ist Mangkorn Saenthaweesuk. Der 64-jährige Farmer betreibt in der Soi Wat Boon Karnchanaram in Jomtien eine Wassermelonenfarm und wurde von den nächtlichen Fluten überrascht.

Gegenüber Reportern von „Sophon Cable TV“ erklärte er, dass er das Stück Land gemietet hatte, um Wassermelomnen und Zuckerrohr anzubauen. Als der Regen nachließ, nahm er an, dass das Schlimmste vorüber sei und legte sich in seiner kleinen Hütte in seiner Plantage schlafen. Er wachte auf, als er plötzlich ein Frosch auf seinen Kopf sprang und quakte. Er realisierte, dass die Regenmassen zu nächtlicher Stunde seine komplette Farm und alle seine landwirtschaftlichen Geräte zunichte gemacht hatten.

Selbst am Freitag stand das Wasser noch über einen Meter hoch auf seinem Feld. Seitdem ist Khun Mangkorn jeden Tag aufs Neue damit beschäftigt, die kurz vor der Ernte stehenden Wassermelonen aus dem überschwemmten Feld zu fischen. Da er sie nicht mehr verkaufen kann – der Sturm zerstörte seine komplette Ernte – spendete er die süßen Früchte einem lokalen Elefantencamp und sicherte damit die Ernährung der gefräßigen Dickhäuter in Pandemiezeiten.

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Hans Betschart 14.09.21 15:20
Danke Mister Mankorn Sahenthsantaweeuk.
Es gibt doch noch herzensgute Menschen in Thailand.
Ich würde Herrn Mankorn gerne zu einem Essen einladen wenn ich zu seiner Adresse oder Telefonnummer käme.
Thomas Thoenes 11.09.21 14:20
Wenns schlimm kommt dann richtig und doppelt.
Zu der ganzen Corona Schei... in der so viele ihre Existenz verloren haben, kommt jetzt noch eine Naturkatastrophe wie lange nicht mehr und nimmt ihnen noch den Rest. Wie @Marcus schon sagt können wir uns glücklich schätzen das Ganze nur von außen betrachten zu müssen und nicht selbst diesem Existenzkampf zu unterliegen. Es tut mir echt leid für alle diese Menschen und ich wünsche ihnen schnellstens bessere Zeiten.
Marcus Baehler 11.09.21 13:50
Tragisch!
Wirklich traurig, was manche Leute alles erdulden müssen, die „kleinen“ Leute rackern sich ab und kämpfen täglich um das „Überleben“ und wir Rentner haben das grosse Glück, dass DACH pünktlich unsere monatliche Rente überweist!
Auch sehr viele, wenn nicht gar die meisten der Hotels in Pattaya stehen bereits massiv in der Kreide und wissen nicht, wie sie die Zinsen, die Mitarbeiter und die Rechnungen bezahlen sollen. Ausländische Investoren, meistens aus China, warten bereits darauf, sich die Hotels, massiv unter Wert, unter den Nagel zu reissen!