Über Fluggastrechte informiert sein und stressfrei fliegen

Wer schon einmal eine Reise nach Asien, insbesondere nach Thailand, unternommen hat, der weiß, dass es auf dem Weg dorthin zu vielen Problemen kommen kann. Zum einen ist eine Flugreise nach Thailand in der Regel mit vielen Umstiegen verbunden, zum anderen kann es bei gleich mehreren Umstiegen auch zu Problemen mit dem Gepäck kommen. Doch wer sich mit seinen Fluggastrechten auskennt, der braucht diese Schwierigkeiten nicht zu fürchten, denn wer mit einer europäischen Airline fliegt, der hat im Schadensfall das Recht auf eine Entschädigung. Zwar sind Probleme während einer ohnehin schon sehr langen Reise dennoch unangenehm, wer aber um sein Recht auf Entschädigung weiß, reist doch deutlich entspannter.

Welche Rechte hat der Fluggast?

Die Rechte eines Fluggastes einer Airline mit Sitz in Europa sind gerichtlich festgeschrieben und sehen wie folgt aus:

1. Im Falle einer Verspätung

Im Falle eines verspäteten Abfluges mit mindestens zwei Stunden Verspätung stehen dem Fluggast direkt vor Ort Erfrischungen zu, die vom Luftfahrtunternehmen finanziert werden müssen. Nach einer noch längeren Wartezeit muss sogar eine Mahlzeit gereicht werden. Bei einer Verspätung von mehr als fünf Stunden kann der Fluggast von seiner Reise zurücktreten und den Ticketpreis zurückerstattet bekommen. Sollte die Verspätung erst an einem anderen Flughafen als dem Startflughafen eintreten, besteht auch die Möglichkeit den kostenlosen Rückflug zum Startflughafen einzufordern.

2. Im Falle einer Annullierung des Fluges

Im Falle einer Annullierung des Fluges steht dem Fluggast die Erstattung des Ticketpreises und eine zusätzliche Entschädigung zu, die sich nach der Fluglänge richtet. Bei einem Flug von 1.500 Kilometern beträgt die Entschädigung 250 Euro, bei einem Flug bis zu 3.500 km beträgt die Entschädigung 400 Euro und bei einem Flug über 3.500 km liegt die Entschädigung gar bei 600 Euro. Zudem stehen auch hier im Falle der Annullierung eines Weiterfluges an einem Flughafen, der nicht der Startflughafen ist, die Versorgung mit Erfrischungen, Mahlzeiten und im Falle einer erst am nächsten Tag möglichen Weiterreise auch die Übernahme der Kosten für eine Hotelübernachtung zu. Wer seine Reise aufgrund der Annullierung abbrechen möchte, kann ebenfalls einen kostenlosen Rückflug zum Startflughafen einfordern.

3. Nichtbeförderung aufgrund Überbuchung

Die Rechte bei einer Nichtbeförderung durch Überbuchung entsprechen den Rechten, wie sie auch bei einer Annullierung angewandt werden.

4. Gepäckverlust und Gepäckschaden

Der Verlust von Gepäckstücken oder ein während des Zeitraumes in dem die Fluggesellschaft die Verantwortung für das Gepäck getragen hat, entstandener Sachschaden muss innerhalb von sieben Tage nach der Flugreise bei der verantwortlichen Fluggesellschaft eingereicht werden. Es handelt sich um eine Ausschlussfrist, verspätet eingereichte Anträge werden nicht mehr bearbeitet.

​Wer sich für die Fluggastrechte interessiert, findet umfangreiche Informationen auf den Seiten von Flightright. Hier werden die Rechte nicht nur umfangreich beschrieben, wer bereits einen Schaden erlitten hat, findet bei Flightright auch direkt den richtigen Ansprechpartner, um seine Rechte gegenüber der Fluggesellschaft durchzusetzen.

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