TV-Kanal Voice darf wieder senden

Foto: Voice TV logo. Image: Voice TV / Wikimedia Commons
Foto: Voice TV logo. Image: Voice TV / Wikimedia Commons

BANGKOK: Der Anfang der Woche von der Nationalen Rundfunk- und Kommunikationskommission stillgelegte Voice TV darf wieder auf Sendung gehen.

Das hat das Verwaltungsgericht am Freitagabend entschieden. Ein Sendeverbot, so die Richter in der Urteilsbegründung, würde zu schweren Verlusten des Senders und zu einem Vertrauensverlust seiner Zuschauer führen. Die Verfassung schließe den Schutz der Pressefreiheit ein, und ein Sender dürfe nur dann vom Netz genommen werden, wenn Inhalte gegen Artikel 37 des Rundfunk- und Fernsehgesetzes verstoße. Das Gesetz besagt, dass einem Rundfunkveranstalter nur dann die Sendeerlaubnis entzogen werden kann, wenn Inhalte „die Zerstörung der Demokratie mit dem König als Staatsoberhaupt unterstützen oder die nationale Sicherheit, die öffentliche Ordnung und die Moral beeinträchtigen", berichtet „Khao Sod“. Die Nationale Rundfunk- und Kommunikationskommission kann gegen das Urteil innerhalb von 30 Tagen beim Obersten Gerichtshof Berufung einlegen. Voice TV wurde von Panthongtae „Oak" Shinawatra, Sohn des flüchtigen ehemaligen Premierministers Thaksin Shinawatra, gegründet. Laut dem Online-Redakteur Pinpaka Ngamsom von Voice wurde der Kanal seit dem Putsch im Mai 2014 insgesamt 18 Mal vom Netz genommen.

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