Tui-Chef: Tourismus bleibt wichtig für Entwicklung der Wirtschaft

 Friedrich Peter Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI. Foto: epa/Carsten Koall
Friedrich Peter Joussen, Vorstandsvorsitzender der TUI. Foto: epa/Carsten Koall

BUENOS AIRES (dpa) - Der Tourismus kann nach Einschätzung von Tui-Chef Fritz Joussen die Wirtschaftskraft vieler Länder auch in den kommenden Jahren überdurchschnittlich stark ankurbeln. Die erzielbaren Zuwächse lägen weiter über denjenigen der Wirtschaft allgemein. «Selbst in Regionen von sehr weit entwickeltem Tourismus wie Europa war das Wachstum der Branche in 16 der letzten 17 Jahre stets stärker als das des Bruttoinlandprodukts der Länder», sagte der Manager der Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt des Gipfels des World Travel & Tourism Council (WTTC), der am Mittwoch und Donnerstag in Buenos Aires tagt.

Der Tourismus stehe weltweit inzwischen für 10 Prozent der Wertschöpfung. «Die Menschen werden älter, bleiben fit, haben mehr Freizeit und auch mehr Geld», erklärte Joussen. Dies ergebe einen Trend, der den Tourismus fördere.

Auch das Erstarken der Mittelschicht in China, Russland oder Brasilien sei ein wichtiger Faktor. «In den meisten Gesellschaften ist das Thema Urlaub die wichtigste Konsumenten-Investition im Jahr», sagte Joussen. Die Erweiterung der Kreuzfahrtrouten, die Entwicklung des südostasiatischen Marktes mit Einbeziehung von Reisenden aus China und die Digitalisierung seien auch für Tui aktuelle Investitionsschwerpunkte.

Der Konzern hatte 2017 mit 15 Kreuzfahrtschiffen, 340 eigenen Hotels und 150 Flugzeugen Urlaubsreisen für 21 Millionen Menschen veranstaltet. Am WTCC-Gipfel in der argentinischen Hauptstadt nehmen über 800 Vertreter von Unternehmen aus der Tourismusbranche teil.

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