Tsunami-Warnbojen werden repariert

Foto: The Nation
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BANGKOK: Die beiden thailändischen Tsunami-Warnbojen waren vorübergehend außer Betrieb, werden aber zeitnah repariert, teilte das Ministerium für Katastrophenschutz und Schadensbegrenzung am Mittwoch der Presse mit.

Das Ministerium gab in den Medien eine Erklärung ab, nachdem in sozialen Netzwerken die Nachricht verbreitet worden war, dass die beiden Tsunami-Warnbojen keine Informationen mehr an die Webseite des National Data Buoy Center übermitteln, die von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) der Vereinigten Staaten von Amerika betrieben wird.

In der Erklärung des Ministeriums hieß es, Thailand habe eine Tsunami-Warnboje mit der Bezeichnung „Station 23401“ im Indischen Ozean, 965 Kilometer westlich der Insel Phuket, installiert, die zweite Boje mit der Bezeichnung „Station 23461“ in der Andamanensee, etwa 340 Kilometer vor der Küste.

Das Ministerium teilte mit, dass die beiden Warnbojen gemäß dem NOAA-Standard alle zwei Jahre ordnungsgemäß gewartet werden. Doch am 22. Oktober 2021 wurde die „Station 23401“ von ihrem Standort bei schwerem Seegang fortgerissen und sendete keine Signale mehr. Sie wurde später geborgen. Der Hersteller wird sie im November dieses Jahres durch eine neue Boje ersetzen, hieß es in der Erklärung.

Das Ministerium teilte weiter mit, dass es auch festgestellt habe, dass die „Station 23461“ in der Andamanensee am 21. Mai 2022 unregelmäßig Daten gesendet habe, weshalb die NOAA die die Datenübertragung zur Webseite des Nationalen Warnbojen-Zentrums bis zum Abschluss der Untersuchungen vorübergehend eingestellt habe.

Das Ministerium fügte hinzu, es habe die von der Boje in der Andamanensee übermittelten Daten umfassend überprüft mit dem Ergebnis, dass sie nun wieder korrekte Daten über die Veränderungen des Meeresspiegels übermittle, weshalb sie wieder in Betrieb ist.

Nach Aussage des Ministeriums wurden alle Tsunami-Warnungen gemäß den Standardarbeitsanweisungen überwacht und die Daten aus Übersee für die Analyse des Tsunami-Risikos verwendet. Daher sei man zuversichtlich, dass das Tsunami-Warnsystem auch in Zukunft funktioniert und die Bevölkerung rechtzeitig vor einem Tsunami gewarnt werden kann, hieß es abschließend in der Erklärung.

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Urs Widmer 26.05.22 12:50
Thai Style in Reinkultur eben, wie wir ihn meist lieben. Wenn die Sicherheit tausender Menschen betroffen ist, sollten Schäden aber nicht zeitnah, sondern sofort behoben werden. Zuversicht hilft da leider nicht wirklich.
Ingo Kerp 26.05.22 12:10
Bei der Ankündigung "zuversichtlich" in TH, sollte man schon sehr skeptisch sein.
Guenter Scharf 26.05.22 12:00
Boje 23401 seit 7 Monaten weg!
Seit 7 Monaten (seit Oktober 2021) ist die Boje weg. Und jetzt soll im November diesen Jahres eine neue installiert werden! Na toll. Und wie funktioniert das Frühwarnsystem in den nächsten 5 Monaten?
Ralf Kästner 25.05.22 23:20
Typisch Thailand
... schnell neu gemacht oder gebaut und nie gepflegt und gewartet
Keule 25.05.22 18:30
Man ist zuversichtlich,
dass die Warnbojen auch in Zukunft funktionieren. Was für eine Aussage, von einer so wichtigen Sache. Da kann man doch nicht einfach zuversichtlich sein, sondern mal schauen, dass das Zeugs auch non stop richtig funktioniert.
1. Priorität haben hier die Masken, kein Bike Fahrer ohne Maske, aber fast jeder ohne Helm. Also für was braucht es ein intaktes Tsunami Warnsystem, reicht ja, wenn jeder eine Maske trägt.