Tschechiens Geheimdienst stoppt Spione

Foto: epa/Martin Divisek
Foto: epa/Martin Divisek

PRAG (dpa) - Der tschechische Geheimdienst BIS hat nach eigenen Angaben in den letzten fünf Jahren «Dutzende» russische, aber auch chinesische Agenten enttarnt. Wie BIS-Chef Michal Koudelka am Freitag nach Angaben der Nachrichtenagentur CTK erklärte, verhinderten die verantwortlichen Regierungsstellen damit das weitere Wirken dieser Spione. Zumeist sei den Verdächtigten im Voraus eine Akkreditierung als Diplomaten in Tschechien verweigert worden oder sie seien ohne öffentliches Aufsehen und diplomatische Zerwürfnisse zur Ausreise veranlasst worden.

Koudelka reagierte mit seiner Erklärung auf Kritik des als russlandfreundlich geltenden tschechischen Präsidenten Milos Zeman vom Vorabend. Zeman hatte dem Geheimdienst Kompetenzüberschreitung und «Politisieren» vorgeworfen, weil dieser in seinem aktuellen Jahresbericht vor russischer und chinesischer Spionage in Tschechien und anderen EU- und Nato-Staaten gewarnt hatte. Er habe in dem ihm vorgelegten Bericht konkrete Beispielfälle für angebliche russische und chinesische Spionage gegen Tschechien vermisst.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.