Kündigung von Militärabkommen durch Philippinen kein Problem

Foto: epa/Jim Lo Scalzo
Foto: epa/Jim Lo Scalzo

WASHINGTON (dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die Kündigung eines Militärabkommens durch die philippinische Regierung als unproblematisch dargestellt.

Die USA würden dadurch viel Geld sparen, erklärte Trump am Mittwoch im Weißen Haus. Das Abkommen regelte unter anderem US-Truppenbesuche in dem südostasiatischen Land. «Mir ist das wirklich egal», sagte Trump. Er habe ein sehr gutes Verhältnis mit dem philippinischen Präsidenten Rodrigo Duterte, sagte er weiter.

Die US-Botschaft in Manila sei über die Kündigung des Abkommens unterrichtet worden, hatte Außenminister Teodoro Locsin Jr. am Dienstag auf Twitter mitgeteilt. Das Abkommen ist einseitig aufkündbar und läuft 180 Tage nach der Kündigung aus. Es ist die Voraussetzung für gemeinsame Truppenübungen auf den Philippinen und Beiträge des US-Militärs im Kampf gegen Menschenhandel, Terrorismus, Drogen und Cyberattacken.

Nach Ansicht mancher Experten setzt der mit harter Hand regierende Duterte mit der Kündigung des Abkommens die umfassende militärische Zusammenarbeit mit den USA aufs Spiel. Diese wird in den Philippinen als Bollwerk gegen den Machtanspruch Chinas im Südchinesischen Meer gesehen. Die Philippinen waren früher eine Kolonie der USA; beide Länder sind seit langem Verbündete in der Region. Mittlerweile gibt es aber wachsende Ressentiments. So wirft Duterte den USA vor, sich in innere Angelegenheiten seines Landes einzumischen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Frank Matthias 15.02.20 09:39
Diplomat
@ I.Kerp
das war gegenüber Präsident Obama.
Duterte ist halt ein gebildeter Diplomat.

Aber so gehen allmählich die menschlichen Umgangsnormen den Bach runter.

Weiter so.

Alfred Lienhard 14.02.20 16:35
Militärabkommen USA - Philippinen
Es zeigt sich wieder einmal, mit Trump können nur Hardliner wie Duterte verhandeln und die fehlen in Europa gänzlich. Duterte lässt sich eben nicht alles gefallen,-Bravo!
Ingo Kerp 14.02.20 13:58
Trump betont sein gutes Verhältnis zu Duterte, der ihn einmal einen "Hurensohn" genannt hat.