Trotz Handelskrieg mit USA

Chinas Außenhandel unerwartet stark

Foto: epa/Jerome Favre
Foto: epa/Jerome Favre

PEKING (dpa) - Trotz des Handelskrieges mit den USA sind die chinesischen Exporte im September insgesamt unerwartet stark gestiegen. Wie der Zoll am Freitag in Peking mitteilte, legten die chinesischen Ausfuhren in US-Dollar berechnet um 14,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zu. Die Importe wuchsen dank starker heimischer Nachfrage weiter kräftig um 14,3 Prozent.

Chinas Handelsüberschuss mit den USA erreichte im September einen Rekord von 34 Milliarden US-Dollar, was die Spannungen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften weiter anfachen könnte. Die USA sind nach der Europäischen Union der zweitgrößte Handelspartner Chinas.

Seit Jahresbeginn wuchsen die chinesischen Ausfuhren insgesamt um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die Einfuhren um 20 Prozent zulegten.

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Leserkommentare

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David Hermann 14.10.18 23:31
Um meine Meinung zur Diktatur in China geht es hier gar nicht, sondern um die Zahlen und Fakten der Erhebungen von UN und Weltbank. Zu diesen Zahlen gibt es uebrigens (noch) keine alternativen Fakten, aber vielleicht bringt ja die Zukunft 'kreative' News speziell fuer Autokratenverehrer. Diese Diskussion eruebrigt sich sowieso, da keine der genannten Fakten inhaltlich widerlegt sondern bloss in polemischer Weise 'angezweifelt' oder schlicht negiert werden. So ist das immer mit unbequemen Wahrheiten: Man kann nicht das Gegenteil beweisen, also einfach mal inhaltslos abstreiten und den Ueberbringer der schlechten Nachrichten fest persoenlich angreifen. Mir macht es aber trotzdem (oder auch deswegen) Spass all dieser demokratienfeindlichen und diktatorenverehrenden Prosa die nackten Zahlen entgegenzuhalten. Und ich denke unser Ping Pong soll doch auch Spass machen, oder?
Jürgen Franke 14.10.18 10:46
Herr Hermann, ich beabsichtige nicht
Ihr selbst zusammen gebasteltes Bild von der Wirtschaft Chinas zu beeinflussen. Ich werde Sie auch nicht daran hindern, die "kalten Zahlen", die selbst bei der "Kommunistenpropaganda abprallt", zu interpretieren. Ihre Diktion verdeutlicht Ihre Einstellung zu China. Wenn Sie sich jedoch etwas mit der Kultur und der Vergangenheit Chinas beschäftigen würden, kämen Sie, was die Mentalität der Chinesen anbetrifft, sicherlich zu einem anderen Ergebnis, da auch Ihre Schlussfolgerung mit Thailand völlig abwegig ist.
TheO Swisshai 13.10.18 23:30
@David Hermann / Stimmt sicher nicht !
Ich weiss nicht was sonst an Ihrem Bericht alles nicht stimmt, aber ich weiss ganz sicher, dass Samsung nicht aus China raus ist.
David Hermann 13.10.18 22:27
... was ist Ihr Punkt Herr Franke?: Darueber dass in China am flachen Lande (nicht Shanghai etc) die Lebenshaltungskosten niedriger sind als in der westlichen Welt ist ja bekannt. Auch die Privatvermoegen stehen in China aktuell bei einem 15-tel (also bei 6.7%) im Vergleich zu den USA. Mit 5x soviel Personal erwirtschaftet China etwa 60% der Wirtschaftsleistung der USA. Ein Schwellenland eben, dass sein GDP vorwiegend ueber den komparativen Lohnvorteil erwirtschaftet, allerdings dabei zunehmend im Wettbewerb mit noch billigeren Arbeiterarmeen in Asien steht. An den kalten Zahlen prallt nicht nur die Kommunistenpropaganda ab, sondern auch die oftmals allzu unterwuerfig unkritische Berichterstattung ueber die angeblich so 'tolle Oekonomie' im Reich der Mitte. China ist im Prinzip nichts anderes als 17x Thailand - Bevoelkerung, BIP, Vermoegen. ... Und wo stehen diese Zahlen nun im Widerspruch zum Artikel (oder Ihren Zahlen)? Koennen Sie eine meiner Zahlen von den UN- und Weltbank Websites widerlegen? Ich harre gespannt ... aber bitte nicht wieder blosse Prosa: Papier ist geduldig, die Mathematik dagegen erbarmungslos.
Jürgen Franke 13.10.18 18:06
Herr Hermann, alleine der Hinweis
von Ihnen auf das Lohnniveau Chinas verdeutlicht jedem Leser den tendenziellen Charakter Ihres Kommentars, da die Leser sicherlich nicht so naiv sind, zu glauben, dass die Lebenshaltungskosten Chinas mit denen in den USA vergleichbar sind. Die im Redaktionsbericht dargelegten Fakten widersprechen deutlich Ihren Prognosen. Also Abwarten und Tee trinken.