Trockenheit lässt Wasserhähne versiegen

Die Bevölkerung im Bezirk Khong der Nordostprovinz Nakhon Ratchasima leidet unter Wassermangel. Foto: epa/Rungroj Yongrit
Die Bevölkerung im Bezirk Khong der Nordostprovinz Nakhon Ratchasima leidet unter Wassermangel. Foto: epa/Rungroj Yongrit

NAKHON RATCHASIMA: Aufgrund der langanhaltenden Dürreperiode ist das Wasserreservoir Ban Huai Takrow im Bezirk Khong in der Nordostprovinz Nakhon Ratchasima beinahe komplett ausgetrocknet, was zur Folge hat, dass nach Aussage der lokalen Bewässerungsbehörde in vielen Haushalten in der Region die Wasserhähne versiegen.

Betroffen sind über 200 Haushalte im Tambon Nong Manao. Der 3.500 Rai große Stausee sei nur noch unter 1 Prozent gefüllt, weshalb die Brauchwasserversorgung in drei Dörfern eingestellt wurde, informiert die Behörde. Mit Pumpen wolle man nun versuchen, das Reservoir mit kostbarem Nass aus dem nahen Fluss Chee zu füllen, um den Wassermangel so schnell wie möglich zu beheben. Bis dahin sollen die betroffenen Dorfbewohner mit Wasser aus Tankwagen versorgt werden. Dennoch steigt Unmut unter der Isaan-Bevölkerung, dass sich die Krise ausbreiten könnte.

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Hansruedi Bütler 14.04.19 13:34
Warum ist Trockenheit nicht ein Ansporn
das Problem langzeitlich zu lösen? Als Beispiel sollte die Aqua Marcia mit 91 km Länge als antike H2O-Leitung dienen. Oder die in Planung stehende TAP (Trans Africa Pipeline) mit einer Länge von 8.000 Kilometer Frischwasser-Leitung, Trinkwasser entlang der Sahelzone zu transportieren. Die Pipeline hat einen Durchmesser von 1,2 bis 1,5 Meter und soll das Wasser von West- und Ostküste an einen Kreuzungspunkt im Binnenstaat Tschad transportieren. Durch solarbetriebene Entsalzungsanlagen können am jeweiligen Beginn der Pipeline täglich rund 200.000 Kubikmeter Trinkwasser produziert werden. In TH werden/wurden Unsummen von Geld buchstäblich in den Sand gesetzt! Warum nicht mit einem Megaprojekt H2O von "Überschussorten" nach "Unterschussorten" transportieren? Dies wäre auch eine permanente Lösung für die Zukunft in welcher mit weitaus grösserer Trockenheit sowie auch H2O-Überschuss gerechnet werden muss. Stattdessen werden die Probleme einer möglichen Lösung entzogen und durch Wortgefechte "aufgefeuchtet", was nicht wirklich genug Wasser beibringt.
Martin Reinhart Berger 20.03.19 16:57
Trockenheit
Ich verstehe etwas nicht, denn vor nicht all zu langer Zeit konnte ich noch lesen, dass Thailand dieses Jahr keine Wasserprobleme haben würde, alle Speicher wären randvoll gefüllt?? Und nun, der Sommer beginnt gerade erst, kommen die ersten Hiobsbotschaften schon reihenweise. Was stimmt da nicht??? Oder musste man die Bevölkerung so kurz vor der Wahl erstmal beruhigen, dass kein Unmut aufkommt??
Ingo Kerp 20.03.19 13:41
Solange noch Wasser umgeleitet werden kann, ist ja noch welches da. Für die Betroffenen sicher unangenehm, sie haben aber auch Wasser durch die Wassertanklaster.