USA und China ringen um Lösung im Handelsstreit

Foto: epa/Mark Schiefelbein
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PEKING (dpa) - Trotz monatelanger Verhandlungen liegen noch immer keine konkreten Ergebnisse vor. Xi und Trump könnten nun persönlich einen Deal machen. Oder eskaliert der Konflikt am Ende doch?

Kurz vor einem auslaufenden Ultimatum im Handelskonflikt haben die USA und China neue Gespräche aufgenommen. Chinas Vize-Premierminister Liu He begrüßte am Donnerstag den US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin in Peking. Zwei Tage lang soll über die Differenzen zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Erde diskutiert werden.

Am 1. März endet ein 90-tägiger «Waffenstillstand». Die USA haben mit neuen Strafzöllen gedroht, sollte es bis dahin keine Einigung geben. US-Präsident Donald Trump deutete zuletzt jedoch an, dass die Frist auch für eine Weile aufgeschoben werden könnte, wenn eine Übereinkunft nahe sei.

Bei einem Besuch einer chinesischen Delegation in Washington vor zwei Wochen hatte Trump ein direktes Treffen mit Chinas Präsident Xi Jinping angeregt, um auf höchster Ebene einen Deal zu erreichen. Später erklärte Trump, dass ein solches Gespräch aber nicht vor dem 1. März stattfinden werde.

Die Hongkonger Zeitung «South China Morning Post» hatte am Montag berichtet, dass ein Treffen Ende März auf der südchinesischen Insel Hainan stattfinden könnte. US-Medien brachten dagegen Trumps Anwesen Mar-a-lago in Florida ins Spiel.

Beide Länder haben sich mit Sonderzöllen überzogen, so dass inzwischen rund die Hälfte aller US-Einfuhren aus China mit Extra-Zöllen belastet ist. Über die Sonderzölle auf chinesische Importe nähmen die USA derzeit Milliarden ein.

Die USA fordern mehr Marktzugang in China, eine Verringerung des US-Handelsdefizits sowie einen besseren Schutz gegen Produktpiraterie und zwangsweisen Technologietransfer für in China tätige US-Unternehmen. Washington will Peking auch zu strukturellen Änderungen bei seinen Staatsbetrieben zwingen.

Experten gehen davon aus, dass der Streit ein geringeres Wachstum in den beiden größten Volkswirtschaften der Welt nach sich ziehen und damit auch negative Effekte auf die Weltwirtschaft insgesamt haben wird.

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Beat Sigrist 14.02.19 16:00
China hat die USA
wirtschaftlich und auch militärische bereits überholt. Die Zeit ist vorbei, dass jedes Land den Willen der USA umsetzen wird. Aber DT hat dies wohl noch nicht verstanden. China ist der grösste Gläubiger der USA und China hat die Macht den US Dollar innert 24 Stunden um 50 zu verringern sprich fast wertlos zu machen.China wird aber deswegen nicht unter gehen aber die USA werden nicht nur Ihr Gesicht, sondern auch ihren so heiss geliebten Dollar verlieren. DT hatte recht mit seinem America first - die USA haben die Macht verloren als Weltpolizei auftreten zu dürfen.