Tourist wegen Drohnen-Aufnahmen verhaftet

Foto: epa/Hein Htet
Foto: epa/Hein Htet

RANGUN (dpa) - Wegen Filmaufnahmen mit einer Drohne über Myanmars Hauptstadt Naypyidaw - einer der merkwürdigsten Hauptstädte der Welt - ist ein französischer Tourist verhaftet worden.

Der 27 Jahre alte Mann aus Clermont-Ferrand wurde in Untersuchungshaft genommen, weil er die Drohne über das Parlamentsgebäude des südostasiatischen Staates fliegen ließ, wie die französische Botschaft am Montag mitteilte. Wegen ähnlicher Vorwürfe sind bereits drei Journalisten zu jeweils zwei Monaten Gefängnis verurteilt worden.

In Myanmar (ehemals: Birma) ist es per Gesetz verboten, Regierungsgebäude aus der Luft zu filmen. Naypyidaw wurde erst 2005 - damals noch zu Zeiten der Militärdiktatur - zur Hauptstadt und zum Sitz der Regierung gemacht. Viele Botschaften sind immer noch in der alten Hauptstadt Rangun. Die neue Hauptstadt ist neben riesigen Bauten für Präsident, Regierung und Parlament auch für enorm breite Straßen bekannt, auf denen nicht allzu viele Autos unterwegs sind.

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Wilfried Stevens 11.04.19 16:34
Verboten ist verboten
Egal wo, es kommen überall noch Drohnengesetze, Versicherungen etc.. Da gibt es nichts zu meckern, ob Touristen, Terroristen, 007 usw..sonst fliegen eines Tages Hunderte rum, Funkloch und ab nach unten. Sicher nicht die letzte Drohnen-Meldung...
Oliver Harms 10.04.19 23:57
@Steinhoff
was glauben sie,was mit ihnen passieren würde,wenn sie in bangkok mit einer drohne beim fliegen über den palästen erwischt würden?wo bei bekannt ist,dass drohnen fliegen lassen in bangkok aus sicherheitsgründen verboten ist.
Jurgen Steinhoff 12.02.19 12:27
schwer nachvollziehbar
Solange keine militärische Sperrgebiete überflogen werden ist für mich das Filmen von Gebäuden aus der Luft harmlos. Aber in diesen Terrorzeiten wird wohl hinter allem Fotografieren und Filmen eine Vorbereitung eines Anschlags vermutet, oder was sind die Bewegsgründe? Eigentlich sollte ein Land stolz sein, wenn sich Touristen für ihr Land interessieren.