Tourismus im Süden auf neuem Höchststand

Foto: Jo Panuwat D/Adobe Stock
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PHANG-NGA: Die südlichen Provinzen Thailands verzeichnen im ersten Quartal dieses Jahres einen bemerkenswerten Anstieg der Zimmereinnahmen, dank einer wachsenden Zahl von europäischen Gästen, die längere Aufenthalte bevorzugen. Trotz einer geringen Anzahl chinesischer Touristen erreichten die Zimmerpreise einen neuen Rekord.

Pongsakorn Ketprapakorn, der ehemalige Präsident des Tourismusrates von Phang-nga, äußerte sich optimistisch: „Das erste Quartal dieses Jahres wird wahrscheinlich die beste Hochsaison seit fünf Jahren sein.“ Viele Hotels in der Region, insbesondere in Khao Lak, konnten höhere Zimmerpreise von 6.000 bis 10.000 Baht pro Nacht durchsetzen – ein Anstieg im Vergleich zum Durchschnitt von 5.000 Baht im Spitzenjahr 2019.

Die meisten dieser Langzeitgäste stammen aus Deutschland, Skandinavien und Russland, die die ruhige Naturlandschaft der Provinz schätzen und wochen- bis monatelang bleiben. Die Auslastung der Hotels liegt derzeit bei über 90 Prozent, einige sind sogar vollständig ausgebucht. Die Besucher geben nicht nur mehr für Unterkünfte aus, sondern auch für Lebensmittel und andere Dienstleistungen vor Ort.

Im Gegensatz dazu konnte Phang-nga den chinesischen Markt nicht vollständig für sich gewinnen. Obwohl China den Großteil der Touristenankünfte in Thailand ausmacht, entscheiden sich chinesische Touristen oft für lebhaftere und städtische Erlebnisse in Orten wie Phuket und Bangkok. In Phang-nga machen sie nur 5 bis 10 Prozent des ausländischen Tourismusmarktes aus.

In diesem Jahr wird Phang-nga auch Gastgeber der Tourismusmesse Thailand Travel Mart Plus sein, die vom 5. bis 7. Juni 2024 stattfindet und von der thailändischen Tourismusbehörde organisiert wird.

Ein ähnliches Bild zeigt sich in Krabi, wo Luxusunterkünfte wie Villen eine verstärkte Nachfrage von High-End-Touristen aus Europa und den USA verzeichnen. Der durchschnittliche Zimmerpreis stieg im Januar auf über 9.000 Baht, was das Niveau von 2019 übertraf, während die Belegungsrate bei über 90 Prozent lag. Langzeitgäste bleiben in der Regel 7 bis 10 Tage und geben mehr Geld in den Einrichtungen des Resorts und der lokalen Gemeinde aus.

Sasithorn Kittidhrakul, Präsidentin der Krabi Tourism Association, betonte, dass trotz fehlender Direktflüge aus China die Provinz jetzt Charterflüge aus europäischen Städten und regelmäßige Linienflüge aus wichtigen Märkten wie Dubai, Singapur und Malaysia verzeichnet. Die wichtigsten Märkte für Krabi sind derzeit Schweden, Malaysia, Polen und das Vereinigte Königreich, die zu höheren Zimmerpreisen als 2019 führen.

Um den europäischen Markt weiter anzuziehen, plant der Verband und die Tourismusunternehmen in Krabi die Teilnahme an der globalen Messe ITB Berlin 2024 im März. Dort sollen Reisende durch nachhaltigen Tourismus und Attraktionen mit heißen Quellen gewonnen werden.

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Bernhard Winter 23.02.24 03:20
Thais sind für mich die Meister ..
.. im Jonglieren mit Zahlen und Geldbeträgen. Äpfel, Birnen .. egal. Das gilt in Thailand, aber auch für Thais in Deutschland (zumindest für die 30 .. 50, die ich kenne ..).
Ingo Kerp 22.02.24 14:20
Donnerwetter, bei einem Aufenthalt von 7 - 10 Tagen in TH gilt man bereits als Langzeitgast. Man lernt doch täglich was Neues, was die Vorstellung anderer Menschen anbelangt.
leschim alex 22.02.24 12:40
"Aufschwung, dank wachsender Zahl .....
..... von europaeischen Touristen, die laengere Aufenthalte bevorzugen."
Ach nee, ist jetzt endlich mal jemandem aufgefallen, das diese Klientel nicht vernachlaessigt werden kann und mindestens genauso viel wert ist wie faehnchenfolgende Horden von Chinesen die nur ein paar Tage im Land verweilen.