Toter am Sairee-Strand ist Tourist aus Moldawien

Koh Tao: Rätselraten um erneuten Leichenfund – Ermittlung läuft

Der nördliche Sairee Beach unweit der Tauchschule Big Blue Diving: hier wurde am frühen Morgen nach einer ersten Suchaktion der angeschwemmte Leichnam von Alexandr. B. gefunden.
Der nördliche Sairee Beach unweit der Tauchschule Big Blue Diving: hier wurde am frühen Morgen nach einer ersten Suchaktion der angeschwemmte Leichnam von Alexandr. B. gefunden.

KOH TAO: Ein seit der späten Nacht vermisster Mann am Sairee Beach auf Koh Tao ist heute Vormittag tot angespült worden. Laut einer ersten Bestätigung der örtlichen Polizeibehörde handelt es sich um einen Sporturlauber aus Moldawien. Woran der 33jährige gestorben ist, solle in einer Obduktion des Polizeilich Forensischen Institutes in Bangkok geklärt werden, hieß es heute Abend.

Bereits am Morgen waren auf Facebook in einschlägigen Foren erste Gerüchte über einen neuerlichen Leichenfund am berüchtigten Sairee Beach auf der Taucherinsel bekannt geworden. Zunächst war von einem deutschen Mann die Rede, der auffällige Tätowierungen an den Armen aufgewiesen habe – diese Nachricht entpuppte sich nach Rückfragen unserer Redaktion als falsch.

Wie die Bangkok Post aktuell bestätigt, ist der Tote Alexandr. B. aus der Republik Moldawien und soll am Wochenende auf die Insel gekommen sein, um dort unter anderem ein Muay Thai Training zu absolvieren. Erst am Sonntag hatte er sich im Monsoon Fitnessstudio und Fight Club angemeldet. In der Nacht zum Mittwoch entdeckte dann laut Polizeiangaben ein Mitarbeiter der Tauschschule Big Blue Diving am nördlichen Sairee Strand gegen 1.30 Uhr morgens ein Handtuch am Strand mit einem Mobiltelefon darauf sowie Bekleidung und einem Hotelschlüssel.

Als der gleiche Strandwächter von Big Blue Diving zwei Stunden später noch immer die Privatsachen am Strand auffand, alarmierte er laut Polizei die Behörden. Der Leichnam des 33 Jahre alten Moldawiers wurde unweit der Stelle bei Tagesanbruch im Meer entdeckt. Ob er bei einem Badeunfall ums Leben kam oder möglicherweise durch Fremdverschulden, konnte vor der Obduktion nicht verlautbart werden.

Die Polizeibehörden schienen den Todesfall so ernst zu nehmen, dass der Körper zunächst nach Koh Phangan, von dort nach Phunpin bei Suratthani und schließlich nach Bangkok ins Polizeilich Forensische Institut transportiert wurde. Auf den sozialen Netzwerkseiten hatte bereits zur Mittagszeit die erste Welle von Kommentaren für wilde Spekulationen gesorgt. Völlig aus der Luft gegriffen war sogar vom Fund eines toten jungen Mädchens die Rede gewesen – Spekulationen, die keinerlei Grundlage hatten.

Mit Spannung wird nun auf den Obduktionsbericht aus Bangkok gewartet. Seit Ende August von einem mutmaßlichen Gewaltverbrechen an einer 19 jährigen aus London berichtet wurde – sie soll mit K.O.-Tropfen betäubt und von einem Unbekannten vergewaltigt worden sein – ist Koh Tao abermals negativ in die Schlagzeilen geraten. Im Fall der Britin Isabelle B. wird derzeit noch ermittelt.

Erst vor wenigen Tagen waren thailändische Sonderermittler aus Großbritannien zurückgekehrt und hatten von den britischen Kollegen und dem mutmaßlichen Opfer neue Beweise vorgelegt bekommen. Die Stimmung auf der Taucherinsel Koh Tao ist seither angespannt und jeder weitere Kriminalfall schüttet Öl ins Feuer von Spekulanten.

Fotos: Karte-Archiv
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