Tor-Festival zum Vorrunden-Ende: DEB-Auswahl besiegt Frankreich 6:3

Foto: Pixabay/Carson Papke
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OSTRAVA: Nach einigen Problemen kommt die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft wieder in Torlaune. Am Donnerstag geht es bei der WM im Viertelfinale weiter.

Mit der nächsten Tor-Gala hat sich die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft bei der WM in Tschechien für das Viertelfinale eingestimmt. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis bezwang am Dienstag in Ostrava Frankreich mit 6:3 (1:1, 3:2, 2:0). «Die erste Etappe haben wir geschafft. Jetzt geht die nächste Etappe los», sagte Kreis.

Wer am Donnerstag im Viertelfinale auf den Vizeweltmeister wartet, wird erst nach den abschließenden Gruppenspielen am Dienstagabend ermittelt. Kanada, Gastgeber Tschechien oder die Schweiz aus der Gruppe A sind die möglichen Gegner. «Ich empfand es als wichtig, dass es heute über den Kampf ging. Wir können davon ausgehen, dass es am Donnerstag auch so wird», sagte NHL-Profi Nico Sturm. «Es war gut als Vorbereitung.»

Wojciech Stachowiak (32. Minute/42.), Marc Michaelis (20.), Lukas Kälble (26.), Maxi Kastner (33.) und Lukas Reichel (45.) trafen für das deutsche Team und sorgten zudem für einen Rekord. Noch nie gelang es einer Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) bei einer Weltmeisterschaft, 34 Treffer in der Vorrunde zu erzielen. 30 Tore bei der WM 1992 war die vorherigen Bestmarke.

Der fünfte Viertelfinal-Einzug in Serie stand bereits vor dem ersten Bully am Dienstagvormittag durch vier Siege gegen die Slowakei, Lettland, Kasachstan und Polen fest. Im Hinblick auf die heiße WM-Phase ab Donnerstag wollte Kreis allerdings nicht wechseln oder einen Spieler schonen. «Das ist kein Warmlaufen für das Viertelfinale», hatte Kapitän Moritz Müller vor dem Spiel betont.

Wie auch Gruppensieger Schweden einen Tag zuvor hatte auch die DEB-Auswahl vor 9109 Zuschauern in der ausverkauften Arena gegen die unangenehm spielenden Franzosen lange Zeit einige Probleme. Einzelleistungen von Stachowiak, Jonas Müller oder auch NHL-Torjäger JJ Peterka scheiterten am guten französischen Torhüter Quentin Papillon.

Auf der Gegenseite musste auch NHL-Goalie Philipp Grubauer von den Seattle Kraken einige Male seine Klasse zeigen. Bei einem perfekten Konter der Franzosen war aber auch der Rosenheimer machtlos: Valentin Claireaux verwandelte souverän zum 0:1 (17.). Michaelis gelang 56 Sekunden vor Ende des ersten Drittels der Ausgleich. Für den Neu-Mannheimer war es der dritte Turniertreffer.

Auch wenn es für die Franzosen um nichts mehr ging, war das Team von Trainer Philippe Bozon in Spiellaune. In einem wilden Mitteldurchgang gingen die Franzosen jeweils durch den langjährigen DEL-Stürmer Anthony Rech (21.) und Sacha Treille (27.) in Führung. Kälble mit seinem dritten Treffer in Ostrava (26.) und Stachowiak (32.) glichen aus. «Nach einer halben Stunde haben wir das Spiel kontrolliert», erkläre Coach Kreis.

Nach Kastners Treffer nur 22 Sekunden später lag die deutsche Mannschaft erstmals mit 4:3 vorn. Zwei weitere deutsche Tore durch Peterka und Leonhard Pföderl wurden nach Video-Studium wieder zurückgenommen.

Im Schlussdrittel zeigte das Kreis-Team ihre zuletzt gezeigte Lust auf Tore. Stachowiak mit seinem zwei Treffer (42.) und NHL-Stürmer Reichel von den Chicago Blackhawks (45.) erhöhten schnell auf 6:3. Einzig der Ausschluss nach einem Bandencheck für Frederik Tiffels kurz vor dem Ende trübte den fünften Erfolg im siebten Vorrunden-Spiel. Der Berliner könnte sogar für das Viertelfinale gesperrt werden.

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