Tödliches Ende eines Streits um Ruhestörung

Foto: Twitter/@georgebkk
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PHUKET: Bei einem Streit über nächtliche Ruhestörung hat ein Norweger einen britischen Urlauber getötet.

Der 34 Jahre alte Brite weilte mit seiner Frau aus Singapur und seinem ein Jahr und acht Monate alten Sohn in einem Hotel an der Westküste Phukets. Das Nebenzimmer hatten der 53-jährige Norweger und seine Frau aus Oslo bezogen. In den frühen Morgenstunden des Mittwoch, gegen 4 Uhr, verwarnte die Security den Osloer zweimal wegen Ruhestörung. Da der Lärm nicht nachließ, ging der Brite, bewaffnet mit einem Messer, in das Zimmer des Norwegers. Es kam zu einer verbalen Auseinandersetzung, die zu einem handfesten Streit ausartete. Dabei stieß der Briten dem Zimmernachbarn mit einem Steakmesser in die Schulter. Der Norweger packte sich den Briten und würgte ihn. Hinterher sagte der Norweger, er habe den Briten nicht töten wollen. Laut den „Phuket News“ hat das Gericht den Täter gegen eine Kaution von 200.000 Baht bis zur Verhandlung auf freien Fuß gesetzt.

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Jurgen Steinhoff 24.08.19 01:13
Da sind 2 agressive Machos aufeinandergeraten
Wenn der Ton erstmal versauert ist, geht es wie eine böse Spirale immer weiter. Es hat den Anschein, dass beide Männer mehr oder weniger schuldig an diesem Unglück sind. Es wäre doch viel besser gewsen, wenn man sich freundschaftlich bei einem Bier auf einen Kompromiss geeinigt hätte.
Enrico Fantauzzi 24.08.19 01:05
@Eysholdt Wolfgang
Das ist kein Sprichwort, sondern ein Zitat aus Friedrich Schillers Wilhelm Tell. Passt aber.
Gerhard Pflugfelder 23.08.19 16:49
Also wenn mir einer ein Messer in die Schulter ...
.... rammt, werde ich diesen auch ein bisschen würgen. Nur - wenn der dann zusammenbricht sollte man aufhören. Sonst wird aus der Selbstverteidigung ein Totschlag.
Hans-Dieter Volkmann 23.08.19 14:49
tödliches Ende eines Streits
Hoffentlich erhält der Norweger keinerlei juristische Nachsicht. Vor dem Tötungs-Delikt zweimal verwarnt. Ein absolut rücksichtsloser Mitmensch. Einer der glaubt er sei alleine auf der Welt.
Ingo Kerp 23.08.19 13:20
Wäre es nicht einfacher gewesen, er hätte das Hotelzimmer gewechselt? Jetzt hat er Zeit, darüber nachzudenken.