Tod am Zebrastreifen: Polizist erfasst Ärztin mit Big Bike

Foto: The Nation
Foto: The Nation

BANGKOK: In Bangkok wurde ein Polizeibeamter festgenommen und angeklagt, nachdem er mit seinem Motorrad eine Ärztin angefahren und tödlich verletzt hatte, als sie an einem Zebrastreifen über die Straße ging.

CCTV-Bilder zeigen, wie Dr. Waralak S.-J., eine Augenärztin an der medizinischen Fakultät der Chulalongkorn-Universität, am 21. Januar den Zebrastreifen vor dem Bhumirajanagarindra Kidney Institute Hospital im Bezirk Phayathai überquert. Ein Lieferwagen stoppt, um sie vorbeizulassen, bevor ein rotes Ducati-Motorrad mit hoher Geschwindigkeit auf der rechten Fahrspur auftaucht und Dr. Waralak erfasst und schwer verwundet.

Das Opfer wurde mit schweren Kopfverletzungen und einem gebrochenen rechten Bein ins Rajavithi Hospital gebracht, wo es einen Tag später seinen schweren Verletzungen erlag..

Der Motorradfahrer – Oberstleutnant Norawit B. – ein Polizist außer Dienst – erlitt eine leichte Verletzung an seinem Mund und wartete am Unfallort, bis die Polizei eintraf. Er wurde am Sonntag wegen rücksichtslosen Fahrens mit Todesfolge angeklagt. Er wurde ohne Kaution freigelassen, nachdem er sich freiwillig der Polizei gestellt hatte.

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Oliver Harms 26.01.22 01:50
Ole Bayern in Deutschland?
Also aus dem Dienst wird man entlassen,wenn man eine Haststrafe(auch Bewährung)über 12
Monate bekommt.
Auch nur dann entfallen die Pensionsansprüche.
Schadensersatzforderungen sind in Deutschland am Zivilgericht einzuklagen.
Schon mal etwas von dem angetrunkenen mit weit über 100 kmh ein stehndes Auto
wegrammenden Berliner Polizisten gehört?Das 19 Jahre alte Mädchen in dem PKW war tot!
Es sollte nicht mal Anklage erhoben werden!Selbst die Alkoholfahrt hat man versucht zu vertuschen!

Dracomir Pires 25.01.22 16:17
Bremsen gilt für viele Thais ...
... als persönliche Beleidigung und Niederlage. Ich sehe dies täglich bei den Ampeln. Ein Horror!
Andy 25.01.22 09:10
Zebrastreifen
Gerade habe ich zum ersten Mal ungekürzte Aufnahmen des Unfalls gesehen, aufgenommen von dem stoppenden Van.
Der Fahrer des Bike's konnte wirklich nicht ausweichen, war aber viel zu schnell.
Die "Monster" war mehrere Jahre alt und tatsächlich nicht angemeldet.
Die Verstorbene hätte gestern Geburtstag gehabt.
Traurig.
In Thailand gilt, als Verkehrsteilnehmer sowie als Fußgänger, Augen auf.
Detlev Christoph 25.01.22 08:53
Mörder???????
Jemand Mörder zu nennen, finde ich schon sehr Oberflächlich-mal milde ausgedrückt. Hier haben wohl einige noch nicht die Welt bereist. Dann bitte mal einen Urlaubstrip nach Ägypten, Vietnam oder Indien machen. Viel Spaß im Straßenverkehr. Dann können wir uns noch mal Unterhalten.
Ole Bayern 25.01.22 08:53
Herr Pohl....u.A.
.... nun an Alle , welche ständig auf Deutschland schimpfen wie die Rohrspatzen . Wie würde hier verfahren in einem ... unserem Rechtsstaat ?

1. Entlassung aus dem Polizeidienst , Streichung der Pensionsansprüche
2. Anklage mit Schadensersatzforderung und Durchsetzung Derselben
3. Möglicherweise Haft

Notfalls müßte eben z.B. eine Immobilie verkauft werden um den Schaden zu regulieren .
Hätte dieser Polizist diesesn Unfall in D.A.CH. verursacht , wäre es Ihm aber gewaltig an den Kragen gegangen . Und in Thailand genügt offenbar , wenn der Vater, welcher auch im Polizeidienst ist verkündet , Geld gibt es nicht an die Opferfamilie und basta. Aber wer sich in Thailand eine Ducati leisten kann, hat zumindest etwas Geld , das sollte klar sein . Diese Maschinen kosten von ca. 500`B - 1,3 Mio B ... kann sich sicher nicht jeder leisten , wenn auch noch unversichert nun Totalschaden , nehme ich mal an.
Und wenn man aber kein Geld hat, zahlt man eben auch keine Kaution für Haftverschonung .
Auch das Verhalten des Polizeioberstleutnant nach dem Crash spricht Bände , verachtenswert !!!!
Man kann nur hoffen , daß die thailändische Justiz hier einmal genauso hart durchgreift wie bei z.B. bei teilweise konstruierten Beleidigungen ..........
Die Familie der Getöteten hatte dann zumindest etwas Genugtum finanzieller Art.

VG Ole


Jürgen Franke 25.01.22 08:20
Herr Stein, wer schon viele Jahre in
Thailand lebt, kann Ihre Zeilen nur untersteichen. Offensichtlich ist es ein Ausdruck von Mentalität der Thais, sich so undiszipliniert im Verkehr zu verhalten. Die Unfallzahlen verschwinden heute hinter den Zahlen der Covodtoten.
Fritz Stein 25.01.22 00:50
Ich verstehe nicht was
an diesem tödlichen Unfall so besonders ist . Die Anzahl von 25000 Verkehrstoten ( ∅65/Tag ) in Thailand sagt alles aus und jeder Verkehrsteilnehmer erlebt solche beinahe-Situationen fast täglich. Ich verstehe auch nicht warum hier gemutmaßt und rumspekuliert wird. Es ist die traurige Realität und fertig !
Dean101 24.01.22 22:30
An alle die hier schreiben das es halt in TH halt so ist....echt jetzt?! Es ist also normal Menschen zu töten? Es ist einfach respektlos wie hier im Strassenverkehr teilweise ohne Rücksicht gehandelt wird.
Achso der "Mörder" hat sich übrigens jetzt den Kopf kahl geschoren, ist ins Kloster gegangen und hat um Vergebung gebeten....der Vater will es ihm auch gleich tun....
Martin Pohl 24.01.22 21:55
Roman Knöpfel
Ganz einfach: Weil es in den thailändischen Nachrichten genau so berichtet wurde.
Ausserdem ist sein Vater auch bei der Polizei und der hat lautstark verkündet, dass die Familie nicht das Geld hat um der Familie der Getöteten Geld zu geben.
Super, oder??? (Ironie)
Wäre die Karre versichert gewesen, hätte die Familie wenigstens 300k Baht bekommen, was die arme junge Frau leider auch nicht mehr lebendig gemacht hätte. Aus thailändischer Sicht ist dieser Unfall eine absolute Katastrophe für die Eltern. R.I.P. Dr. Waraluck
Andy 24.01.22 21:54
Roman
Daß das Bike keine Nummerntafel hatte, stand in der Bangkok Post
Auch zu lesen in der Konkurrenz Zeitung des Farang's, die mit dem Blitz.
Und Derk, der Unfall war ganz am Rande, der Transporter stand viel weiter links, es sah für mich halt so aus, als hätte man probieren können auszuweichen.
Roman Knöpfel 24.01.22 20:10
@Andy
Wie kommen Sie drauf das das Motorrad nicht eingelöst, Versichert und versteuert war?
Ein neues Motorrad erhält erst nach etwa 2 Monaten ( genau weiss ich es nicht), das weisse Nummernschild!
Andy 24.01.22 19:00
Tod am Zebrastreifen
Das war gestern überall in den Nachrichten zu sehen.
Das Video endet kurz vor dem Zusammenstoß.
Erst danach wieder die Verletzte verpixelt, und er auf dem Handy tippend.
Ich meine mit ein bisschen mehr Aufmerksamkeit, hätte er noch ausweichen können.
Man sah im Video keinerlei Reaktion.
Das Bike war im übrigen nicht zugelassen, nicht versichert und nicht versteuert.
Kein gutes Vorbild eines Polizisten.
Dean101 24.01.22 17:40
Abartiges Rasen
Meine Frau hatte mir das Video dazu auf einer Thai Seite gezeigt.....Einfach nur Wahnsinn! Man kennt diese Raser ja mittlerweile, aber dieser Herr hat einfach draufgehalten ohne Rücksicht auf Andere. Leider wird da mal wieder nix passieren da dieses Individuum "Polizei-nah" ist. Das kennt man ja schon.
Und dann noch locker mit Kippe und Handy da rumstehen als ob nix passiert wäre! Menschenverachtend.....
Klaus Olbrich 24.01.22 15:50
Gehe davon aus, der traeumte den guten Knöllchen Einnahmen, die er unter der Hand verdeckt einstreicht.
So wie das in Thailand allgemein bekannt ist!
Jürgen Franke 24.01.22 15:10
Der Straßenverkehr in Thailand
hat nun mal seine Besonderheit, an die man sich schnell gewöhnen muß. Die Straßen und Bürgersteige laden auch nicht immer zum Spaziergang ein.
Jörg LOHKAMP 24.01.22 13:50
Erwiesene Dummheit eines Oberstleutnant !!!
Was für ein " sinnloser Tod " + das alles wegen Rasereit im Straßenverkehr.

Gerade einem Oberstleutnant der Polizei - sollten doch die einschlägigen Verkehrsregeln - nur allzu bekannt sein. Für IHN gelten diese Regeln anscheinend nicht - besonders hervorzuheben - unmittelbar vor ihm, hielt AM ZEBRASTREIFEN, bereits ein Lieferwagen.

Da gebietet es doch - schon der " gesunde Menschenverstand " besonders vorsichtig zu agieren + eben NICHT noch einmal - in unübersichtlicher Situation - zu beschleunigen, unter NICHTBEACHTUNG anderer Verkehrsteilnehmer. In diesem Fall - der tödlich verletzten Ärztin.

Den Tod kann keiner rückgängig machen, es bleibt allerdings zu befürchten - dass wie in vielen ähnlich gelagerten Fällen - auch noch das Gerechtigkeitsempfinden auf der Strecke bleibt. Eben dann wenn hinterher ein Urteil ergeht das - allzu milde erscheint - + für den Schaden der Hinterbliebenen nur allzu GERING entschädigt.

Vielleicht sollte die - entsprechende Polizeibehörde - als vorgesetzte Instanz reagieren + genau prüfen, ob so eine Person für den Polizeidienst geeignet ist. Nach Prüfung aller Fakten erscheint mir mindestens ein - MEHRJÄHRIGER FÜHRERSCHEIN-ENTZUG - eine angemessene Strafe.
Hartmut Wirth 24.01.22 11:50
Zebrastreifen
Egal, welch "Sicherheitsmaßnahmen" ergriffen werden, gegen rücksichtslose Verkehrsrowdys ist man machtlos.
Norbert Schettler 24.01.22 10:50
Zebrastreifen
Hatten wir da nicht was gelesen, vor einiger Zeit? Von wegen auffälliger Farbe und Markierungen?
Es hätte allerdings nichts genützt, hohe Geschwindigkeit...