Thais wünschen sich ehrliche Regierung

Thailands neuer Premierminister Srettha Thavisin. Foto: epa/Narong Sangnak
Thailands neuer Premierminister Srettha Thavisin. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Fast die Hälfte der befragten Thais wünscht sich, dass die neue Regierung das Land mit Transparenz und im Interesse der Öffentlichkeit führt, so das Ergebnis einer jüngsten Suan-Dusit-Umfrage.

Immerhin 46 Prozent der Befragten sagten, dass Premierminister Srettha Thavisin und sein Kabinett ihre Aufgaben transparent und im Interesse des Landes und des Volkes erfüllen sollten.

Weitere 31 Prozent meinten, dass Premierminister Srettha Thavisin seine Erfahrungen als Führungskraft in der Privatwirtschaft bei der Führung seiner Regierung nutzen sollte. Bevor er Anfang dieses Jahres in die Politik ging, war Srettha Präsident und Geschäftsführer des Immobilienriesen Sansiri Plc.

Etwa 28 Prozent der Befragten gaben an, dass sie wollen, dass die Koalitionsparteien ihre Wahlversprechen einhalten, einschließlich des Versprechens des Koalitionsführers Pheu Thai, jedem Thailänder ab 16 Jahren eine „digitale Geldbörse“ mit 10.000 Baht auszuhändigen.

Die Umfrage mit dem Titel „Was die Menschen dem Kabinett Srettha sagen wollen“ wurde von der Suan Dusit University vom 4. bis 7. September 2023 unter 1.042 Personen durchgeführt.

Die Meinungsforscherin Pornphan Buathong von der Suan Dusit University sagte, dass die Befragten wünschten, dass die Minister der Regierung die Arbeit der ihnen unterstellten staatlichen Einrichtungen verbessern und gleichzeitig die Wahlversprechen ihrer jeweiligen politischen Parteien einhalten.

„Für die Befragten sind die grundlegenden Standards, nach denen die Regierung streben sollte, Ehrlichkeit, Transparenz und die Absicht, dem Land zu dienen“, informierte sie.

In der Umfrage wurden die Befragten auch gefragt, was sie den Kabinettsmitgliedern, die für die verschiedenen Ministerien zuständig sind, mitteilen möchten.

Die meisten Befragten gaben an, dass die Minister im Büro des Premierministers zügig arbeiten und klar kommunizieren sollten.

Hier sind ihre Erwartungen an die einzelnen Minister:

  • Justizminister – soll für eine gerechte Durchsetzung der Gesetze sorgen.
  • Handelsminister – soll die steigenden Preise unter Kontrolle halten.
  • Verteidigungsminister – darf sich nicht zum politischen Werkzeug machen lassen und sollte allen Beteiligten zuhören.
  • Minister für öffentliche Gesundheit – mehr Gesundheitsleistungen für alle.
  • Minister für auswärtige Angelegenheiten – Thailands Image und Ruf in der internationalen Gemeinschaft verbessern.
  • Energieminister – den Anstieg der Kraftstoffpreise eindämmen.
  • Finanzminister – Verwaltung des Staatshaushalts zum größtmöglichen Nutzen und unter Einhaltung der Haushaltsdisziplin.
  • Minister für Landwirtschaft und Genossenschaften – soll gegen den Preisverfall bei landwirtschaftlichen Erzeugnissen vorgehen.
  • Minister für digitale Wirtschaft und Gesellschaft: Umgang mit Online-Betrügern und betrügerischen Anrufern.
  • Minister für Arbeit: Erhöhung des täglichen Mindestlohns für Arbeitnehmer.
  • Bildungsministerin: Verfolgung des Plans, kostenlose Bildung bis zum Bachelor-Abschluss anzubieten.
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Hans-Dieter Volkmann 12.09.23 13:50
Dieter Kowalski 11.09.23 22:00
Herr Kowalski, es ist bekannt, dass Deutsche, die sich für längere Zeit im Ausland befinden, gerne an ihre Heimat erinnern und dies in verschiedenen Foren äußern. Es gibt natürlich Ausnahmen, das wiederum aus bestimmt unangenehmen Erinnerungen. Einfach nur, Augen zu, nicht lesen und zur Tagesordnung übergehen.
Herbert Thielen 12.09.23 12:20
Nathapong 12.09.23 11:30
Da haben Sie absolut recht, @Khun Nathapong. Es ist beschämend, was einige meiner Landsleute auf Thailand im allgemeinen und - in dem von Ihnen angeführten Punkt im besonderen - von sich geben.
Kritik und / oder Meinungsfreiheit in allen Ehren, aber gelegentlich wird vergessen, dass wir imner noch "nur" Gäste in Ihrem Land sind.
Aber eine Bitte habe ich an Sie: Bitte widerstehen Sie dem Reflex, zu verallgemeinern. Denn es handelt sich bei den Verunglimpfern immer noch um eine Minderheit, der eine große - leider manchmal zu sehr schweigende Mehrheit - gegenüber steht.
Danke und freundliche Grüße
Norbert Mayer 12.09.23 01:20
Dieter Kowalski 11.09.23 - 22:00 herzlichen Dank
Herr Kowalski, herzlichen Dank für dem Kommentar um 22:00 - das geht mir auch gehörig auf den Wecker und ist meist nur populistischer Kram, der gar nichts zur Sache/dem aktuellen Bericht beiträgt
Dieter Kowalski 11.09.23 22:00
Könntet ihr vielleicht endlich einmal aufhören über Deutschland zu quatschen!
Das tut hier überhaupt nichts zur Sache.
Es geht hier um Thailand, und in weiterer Folge um Konsequenzen für uns Auswanderer.
Danke.
Peter Joe 11.09.23 13:04
Nicht mal der Vatican mit dem Papst regiert ehrlich, also das ist reines Wunschdenken.
Wildrief Mond 10.09.23 23:30
Mal eben
13,5 MRD € unters Volk zu werfen klingt mir nach Panem et Circenses..

Fehlt jetzt nur noch die Belustigung des Plebs.
Bernhard Straessle 10.09.23 20:30
@Walter Andruet
Sie fragen, ob denn die deutsche Ampelregierung besser sei. Wenn sie es Ihrer Meinung nach nicht ist, dann haben sich Sie und die deutsche Wählerschaft das wenigsten selber eingebrockt. Diese Patchwork-Regierung wurde von den Deutschen gewählt. Die thailändische Wählerschaft hat diese Regierung nicht gewollt.
Dieter Kowalski 10.09.23 17:30
Und was erwartet sich die Thais vom Innenminister?
Der fehlt doch in der Aufzählung.
Ich erwarte mir das Ende aller Korruption innerhalb der Polizei, sowie eine freundliche Politik gegenüber Bi-Nationalen Eheleuten und ausländischen Pensionisten.
Träumen wird man wohl noch dürfen...
Günther Paulik 10.09.23 16:06
ist wie fast überall
@Ronaldo
Hast du vollkommen recht.
Ist in Deutschland auch nicht anders.
;-((
Walter Andriuet 10.09.23 15:50
@Ingo Krep
Nur kurz eine Gegenfrage. Ist es jetzt in Deutschland mit der Ampelkolition vielleicht besser? Ich schätze ihre Beiträge sehr, aber hier erwarte ich ein wenig mehr Tiefgang in die Materie.
Ingo Kerp 10.09.23 15:30
Schon erstaunlich, das sich die Bürger / Wähler des Landes von der neuen Regierung das erhoffen, was eine Selbstverständlichkeit ist und weswegen sie gewählt wurden. Da wurden wohl bisher schlechte Erfahrungen mit Vorgängerregierungen gemacht.
Ronaldo 10.09.23 12:30
Das böse Erwachen nach der Wahl fällt einigen noch
schwer. Solange träumen sie noch von einer besseren Welt und einem besseren Leben.
Man erwartet Ehrlichkeit von einer Bande von korrupten Lügnern und Betrügern - was soll man dazu noch sagen?