Thailand will Anschluss an die Highspeedbahn

Foto: The Nation
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NONG KHAI: Die thailändische Staatsbahn (SRT) wurde zur Finanzierung des zweiten thailändisch-laotischen Brückenprojekts über den Mekong zwischen Nong Khai und der laotischen Hauptstadt Vientiane aufgefordert, um Thailands Eisenbahnnetz an die Hochgeschwindigkeitsstrecke China–Laos anzubinden, wodurch der Gütertransport zwischen den drei Ländern erleichtert werden soll.

Verkehrsminister Saksayam Chidchob sagte am Freitag der Presse, dass die SRT diesen Auftrag auf einem Treffen unter dem Vorsitz des stellvertretenden Premierministers Anutin Charnvirakul am Donnerstag erhalten habe. Das Treffen fand mit dem Komitee zur Koordinierung des thailändisch-laotisch-chinesischen Eisenbahnprojekts statt.

Vizepremierminister Anutin Charnvirakul forderte die SRT auf, sich unverzüglich um Mittel aus dem zentralen Haushalt zu bemühen, damit die Planung und der Bau der Brücke in Nong Khai beschleunigt werden können.

Unabhängig davon wurde auf dem Treffen auch vereinbart, Vertreter des Gesundheitsministeriums und des Staatsrats in den von Khun Anutin geleiteten Ausschuss aufzunehmen.

Khun Saksayam fügte hinzu, dass die Beamten auch einen Rahmen für weitere Gespräche mit Laos und China über die Verlängerung der Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Thailand genehmigten. Wenn die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, wird der Plan in ein für alle drei Länder verbindliches Memorandum of Understanding (MoU) umgewandelt werden, erklärte Khun Saksayam.

Auf dem Treffen wurde auch die Einrichtung eines Unterausschusses beschlossen, der die Fortschritte aller zuständigen Stellen bei der Umsetzung des Eisenbahnprojekts kontrollieren soll.

Die China–Laos-Highspeed-Bahn wurde Anfang Dezember in Betrieb genommen und sorgte für einen sofortigen Anstieg der thailändischen Exporte über die thailändisch-laotische Grenze in Nong Khai – von 116.552 Tonnen im Wert von 4,64 Milliarden Baht im Dezember 2020 auf 304.119 Tonnen im Wert von 6,91 Milliarden Baht im Dezember 2021.

Khun Saksayam fügte hinzu, dass der Wert der Importe über den Grenzübergang in Nong Khai ebenfalls erheblich gestiegen ist, weil der Gütertransport auf der Schiene 25 Prozent billiger und darüber hinaus auch schneller sei als auf der Straße.

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Walter Andriuet 17.01.22 17:10
@Jörg Obermeier
ich verstehe Ihre Aufregung nicht. Man will einen Anschluss an die Hochgeschwindigkeitstrecke Laos-China und das kostet Geld. Hier im Farang wurden schon realistische und unrealistische Projekte vorgestellt, wie z.B. die Zugstrecke von Suvarnabhumi nach Sattahip Utapao (realistisch) und dann eine Brücke von Pattaya nach Hua Hin (unrealistisch). Thailand produziert 1/3 des Strombedarfs aus fossilen Energien und trotzdem wollen sie auf Elektroautos umsteigen. Also akzeptieren Sie doch, dass die zuständigen Behörden manchmal utopische Ideen haben, der Alltag bringt sie dann schon wieder zur Vernunft.
Georg Meyer 15.01.22 19:30
Es ist so
Norbert, Ich war beruflich 3 Jahre in China, das internationale Neujahrsfest am 31.12.wird dort gar nicht gefeiert, nur das Chinesische Anfang Februar. Die Thai Chinesen sind aber viel besser. Schon vor Silvester hingen die ersten Chinesischen Transparente über den Strassen. Jetzt ist die ganze Stadt voll mit den roten Drachen. Man fühlt sich wie in China und nicht in Thailand.
Erstaunlich, dass jetzt auffällt, eine neue Brücke muss her. Der Zug fährt bereits in Laos. Nach alten Planungen sollte der Highspeed ja im Jahr 2015 bereits bis nach Bangkok fahren.
Norbert K. Leupi 15.01.22 16:10
Gestern Highspeedbahn ....,
heute Brücken und morgen ? Mit jeder neuen Vereinbarung wird das chin.Investment in den von chin. Machthabern gelenkten Ländern wie Cambodia , Laos , Myanmar und Thailand erhöht ! In den letzten Jahren ist der Einfluss Chinas in den genannten Ländern erheblich gewachsen ! Einmal sind es Bahnprojekte , dann Strassen - und Brückenbau , dann Satellitenstädte oder Staatsanleihen ! Im gleichen Ausmass wie der Einfluss über diese Regionen wächst , wächst auch die Unterstützung für Chinas umstrittene Position im Südchinesischen Meer ! Die Expansionsgelüste der gelben Macht ist auch deutlich ersichtlich bei der Seidenstrasse-Initiative ! Chinas politischer und kommerzieller Einfluss dehnt sich in Windeseile aus ! Sprechen wir bald schon von den Verunreinigten Staaten von China ???