Thailand will 400.000 Gastarbeiter aus den Nachbarländern

Seit der Öffnung Thailands für den internationalen Tourismus ist die Zahl der Personen, die probieren, auf der Suche nach Arbeit über die grüne Grenze nach Thailand einzureisen, stark gestiegen. Foto: The Nation
Seit der Öffnung Thailands für den internationalen Tourismus ist die Zahl der Personen, die probieren, auf der Suche nach Arbeit über die grüne Grenze nach Thailand einzureisen, stark gestiegen. Foto: The Nation

BANGKOK: Die Regierung will bis zu 400.000 Arbeitsmigranten aus drei Nachbarländern legal in Thailand arbeiten lassen, um gegen illegale Schleuserbanden vorzugehen, die Arbeitsmigranten über die grüne Grenze nach Thailand bringen, woraus eine hohe Covid-19-Gefahr resultiert, gab der Sprecher des Center for Covid-19 Situation Administration (CCSA) am Freitag auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz bekannt.

„Arbeitsminister Suchart Chomklin sagte, er habe mit seinen Amtskollegen aus Laos, Kambodscha und Myanmar über den steigenden Bedarf Thailands an einfachen Arbeitskräften in Höhe von rund 400.000 Personen gesprochen“, informierte Dr. Taweesilp. „Zunächst wird Thailand in den fünf Grenzprovinzen Tak, Ranong, Nong Khai, Mukdahan und Sakaeo Screening- und Quarantäne-Center einrichten, in denen sich Wanderarbeiter, die negativ auf Covid-19 getestet werden, registrieren lassen können, um legal in Thailand zu arbeiten“, erläuterte der CCSA-Sprecher.

Dr. Taweesilp fügte hinzu, dass Unternehmen durch die Maßnahme nicht länger auf die Dienste von illegalen Schmugglerbanden angewiesen wären, die ihnen Arbeitskräfte aus den Nachbarländern nach Thailand holen. „Die 400.000 Arbeiter, die legal ins Land gelassen werden, werden frei von Covid-19 sein und sind für die Erholung der thailändischen Wirtschaft unerlässlich“, betonte Dr. Taweesilp.

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Wolfgang 28.11.21 05:42
Das Lohn-Niveau wird ....
... dadurch in Thailand runter gezogen!
Jürgen Franke 27.11.21 22:40
Offensichtlich benötigt die Regierung
diese Arbeitsmigranten aus den Nachbarländern, weil einheimische Kräfte nicht zur Verfügung stehen. Es wird eine große Herausvorderung für die Regierung darstellen, den gesundheitlichen Zustand dieser Kräfte zu überwachen bze, sicherzustellen
Marcus Baehler 27.11.21 19:20
Richtung stimmt!
Ein trauriges Kapitel, aber überall wo grosse Lohngefälle vorhanden sind werden diese „Billiglöhner„ (sorry für den Ausdruck) beschäftigt, in Thailand sollen es gegen 2.4 Mio sein, ca 75% aus Myanmar. In der Dom Rep sind es die Haitianer, wer sticht beispielsweise den Spargel in der Schweiz oder in Süddeutschland?
Höchste Zeit, dass diese Arbeitsmigranten legalisiert werden, aber wenn man sieht, welchen zeitlichen und finanziellen Aufwand die Arbeitgeber, die einen Arbeitnehmer in Arbeit nehmen wollen, aufwenden müssen, dann staunt nicht nur der Laie! Bis zu 3 Monaten oder gar noch länger, bis der Arbeitnehmer arbeiten kann. Kosten laut Bericht vom letzten Sonntag (Grafik CCSA vom 12. November: inkl. 7 Tage Quarantäne 11-15kBaht, inkl. 14 Tage Quarantäne 15-22 kBaht pro Arbeitnehmer! Also alles zu Lasten der Arbeitgeber, inkl. Quarantäne mit Verpflegung, Visa, work permit, medical check up, Versicherung, 2 Covid-Tests!
Der Kurz-Artikel stellt wirft mehr Fragen auf als Antworten gegeben werden. Wie wird getestet, sind die Leute bereits vollständig geimpft usw.? Bin gespannt auf die nächste „Folge„!
Die Schleuserbanden und deren Hinterleute (die sind ja bekannt) versprechen den Unwissenden nach wie vor gut bezahlte TH-Arbeitsstellen (die Qual der Wahl) die kümmerts doch nicht, die kassieren nur ab und lassen die Leute bestenfalls kurz vor oder nach der Grenze im Wald stehen und verteilen den Zaster, alle kriegen ihren Teil ab!
Ingo Kerp 27.11.21 13:00
In einer Meldung der thail. Printmedien war zuletzt zu lesen, das es noch nie eine so hohe Arbeitslosigkeit unter den jungen Menschen in TH zu verzeichnen gab. Wollen die nicht arbeiten oder haben keine Lust? Finanziell scheint ja dann kein Engpaß zu herrschen, wenn man die Arbeit und damit den Lohn den Arbeitsmigranten überläßt.
Thai Asia 27.11.21 12:00
Nur weil jemand in einer nicht aufgeräumten und nach westlichen Standards gesäuberten Wohnung lebt, mit eigener Müllentsorgung hinterm Haus, heißt es noch lange nicht, dass diese Person arm sein müsste. Gemessen an Essen, Trinken, Freizeit und Wunscherfüllung. Ansichtssache kann eben doch relativ sein.
Informationen über Arbeitslosenzahlen gibt es in Europa fast täglich. Ich gebe da nicht viel drauf. ;-)
Wolfgang Mischel 27.11.21 11:00
Wenn ein anständiger Lohn .....
.....gezahlt würde - gesetzlich vorgeschriebener Mindestlohn - für diese "einfachen Arbeiten" würde man sicher auch arbeitslose Thais dazu ermuntern können, diese Arbeiten zu verrichten.
Norbert Schettler 27.11.21 10:50
Wurde da nicht
vor Wochen oder Monaten beklagt, die Arbeitslosenzahlen seien drastisch gestiegen?
Wenn jetzt 400.000 Personen als "einfache Arbeitskräfte" unerlässlich für die Erholung der hiesigen Wirtschaft sind, warum sieht man sich nicht im Land nach den "einfachen Leuten" um?
Ach ja, den Schleuserbanden soll's an den Kragen gehen.
Gerhard 27.11.21 10:40
Das besagt auch,
es findet sich kein Thai um diese Jobs zu erfüllen. Also ist doch Armut relativ.