Thailand senkt Alkohol-Steuersätze

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Am Freitag (23. Februar 2024) hat die Verbrauchssteuerbehörde die Steuersätze für Alkohol und Nachtlokale gesenkt. Mit der Maßnahme sollen der Tourismus und die inländischen Ausgaben angekurbelt werden.

Gemäß den kürzlich vom Kabinett verabschiedeten Maßnahmen zielen diese Steuersenkungen darauf ab, Thailand zu einem Tourismuszentrum zu machen, wie Generaldirektor des Ministeriums, Ekniti Nitithanprapas, erklärte. „Die Regierung strebt an, eine Atmosphäre zu schaffen, die dem Status eines Reiseziels entspricht, und Thailand als Zentrum für Restaurants und Gaststätten zu etablieren“, sagte Ekniti und fügte hinzu, dass diese Maßnahmen darauf abzielen, mehr qualitätsbewusste Touristen anzuziehen.

Der Ad-Valorem-Steuersatz für Traubenwein und Traubenschaumwein wurde von 10 auf 5 Prozent gesenkt, während der mengenabhängige Steuersatz (Baht pro Liter für 100 Prozent Alkohol) von 1.500 auf 1.000 Baht reduziert wurde.

Wenn eine 750-ml-Flasche Wein einen deklarierten Preis von 1.000 Baht und einen Alkoholgehalt von 12 Prozent hat, würde die Steuer auf der Grundlage des Alkoholgehalts 135 Baht (0,75 x 12 x 1500/100) zum Satz von 1.500 Baht betragen. Die darauf erhobene Verbrauchssteuer (10 Prozent von 1.135 Baht) würde 113 Baht betragen, so dass sich der Gesamtpreis auf 1.248 Baht beläuft. Nach der neuen Berechnung, die auf den Sätzen von 1.000 Baht und 5 Prozent basiert, würde der Preis 1.145 Baht betragen.

Der Ad-Valorem-Steuersatz und der mengenabhängige Steuersatz für Obstweine wurden von 10 auf 0 Prozent bzw. 900 Baht gesenkt.

Der Ad-Valorem-Steuersatz und der mengenabhängige Steuersatz für einheimische Spirituosen (weniger als 7 Prozent Alkohol) wurden von 10 auf 0 Prozent bzw. 150 Baht gesenkt, während der Ad-Valorem-Steuersatz und der mengenabhängige Steuersatz für vergorene Spirituosen, die mit destilliertem Alkohol gemischt sind (über 7 Prozent Alkohol), 10 Prozent bzw. 255 Baht betragen.

Der Ad-Valorem-Steuersatz für nächtliche Vergnügungsstätten, einschließlich Nachtclubs, Kneipen und Bars, wird von Freitag (23. Februar 2024) bis zum 31. Dezember 2024 von 10 auf 5 Prozent gesenkt.

Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Preise für alkoholische Getränke zu senken und so den Tourismus anzukurbeln, betonte Ekniti. Die Senkung der Steuern für Nachtlokale ist ebenfalls als kurzfristige Maßnahme gedacht, um Betreibern, die von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen waren, unter die Arme zu greifen und die Beschäftigung im Inland anzukurbeln.

Trotzdem äußerte Thanakorn Kuptajitti, Berater der Thai Alcohol Beverage Business Association, Bedenken, dass die neuen Steuersenkungen nur einer begrenzten Anzahl von Herstellern zugutekommen würden, und betonte die Notwendigkeit, das Verbot des Alkoholverkaufs zwischen 14.00 und 17.00 Uhr aufzuheben, um den Tourismus und die Ausgaben weiter zu stimulieren.

Die Regelung, den Alkoholverkauf während dieser Zeit auszusetzen, besteht seit mehr als 50 Jahren und wird von Betreibern von Gaststätten oft als problematisch empfunden, da ausländische Kunden eine Erklärung für das Nichtverfügbarsein von alkoholischen Getränken verlangen.

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Helge Fitz 25.02.24 18:10
@ Georg Meyer
Kein Problem - ich bin durch eine harte Erziehung hart im Nehmen und mir wurde als Kampfsportler auch noch nie was geschenkt.
Jetzt kann mich durch meine Nominierung für Olympia nichts mehr belasten, denn ich werde meinen Ex - Chef Khun Pimol Srivikorn in Paris um einen Job bitten und falls das klappt, hat mich mein Gefängnis ( D ) für immer gesehen !
michael von wob 25.02.24 12:00
@ Monruedee Kanhachin
Erstaunlich, ich war schon seit 16J nicht mehr in D und habe im IN die Bierpreise verglichen. Das Bier in TH kostet ungefähr so viel wie in D.........ergo , ganz schön teuer in TH ! Stört mich aber nicht weiter und darauf ein LEO, prost !
Monruedee Kanhachin 25.02.24 09:50
mvb
Das * soll 20 mal 0,5 Liter bedeuten also 20×0,5 l
Norbert Schettler 25.02.24 09:50
michael vw
Kaufland! Thailand?
michael von wob 25.02.24 09:10
@ Norbert
Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen daß * = Flasche bedeutet und außerdem habe ich in TH noch nie 1/2 L Flaschen gesehen. Nur 0,33 oder 0,66L , oder ?
Johann Mueller 24.02.24 19:40
Alkohol - na dann-Prost in allen Variationen......
Moses klopfte an einen Stein, da wurde Wasser gleich zu Wein, doch viel bequemer hast du’s hier, brauchst nur zu rufen: Herr Wirt, ein Bier - dazu gehört ein vernünftiger Trink-Spruch, passend zum Land und zur Situation für unsere vielen Weltenbummler ; Thailändisch: Chokdee ! Chinesisch: Gom bui ! (Kantonesisch), Gan bei ! (Mandarin) Englisch: Herrsche ! Französisch: Santé ! Griechisch: Jámas ! Hawaianisch: Mahalu ! Italienisch: Salute ! Jiddisch: Mazel tov ! Polnisch: (Na) zdrowie ! Russisch: Vashe zdorovie ! Skandinavien: Skål ! Spanisch: Salud ! Türkisch: Serefe ! Na dann - zum Wohl oder Auf die Gesundheit ! 5555 nen schönen Samstagabend & VG JOHANN
Norbert Schettler 24.02.24 18:20
Guenter 17:50
Du merkst immer noch nichts. Bei Herrn Meyer bedeutet * = Flasche. Wobei er natürlich auch übertreibt, für 10 Liter zahle ich in Thailand etwas mehr als 20€, ist aber immer noch das doppelte.
Andy 24.02.24 18:20
Günter
Danke für die Aufklärung,
Ich dachte aber nicht an deren Heimatländer, sondern an diejenigen, die hier rumrennen.
Habe selten einen Chinesen oder Inder Alkohol hier in Thailand trinken sehen.
Guenter Scharf 24.02.24 17:50
Umrechnung Thai - €
@Georg Meyer 24.02.24, 16:50: 60 Baht = 30 € - Kopfrechnen schwach - oder dein Rechner macht Fehler.
Ich komme auf 1,56 €.
Helge Fitz 24.02.24 17:40
@Georg Meyer
Sehr geehrter Herr Meyer, das ist richtig. Ich verdiene das 6- fache eines Thaiarbeiters, nur leider bekomme ich es nie ! Die beiden besten Arbeitsverhältnisse, welche ich je hatte, war 1. Englisch - und Taekwondolehrer an einer Privatschule in Uttaradit und 2. die Leitung des TKD - Worldcups 2006 in THA. Hier in D wird man nur von FDP- Ausbeutern verarscht. Mein letztes ( gutes): Arbeitsverhältnis wurde zum 12.02. gekündigt, weil ich es wagte, zum Teilzeitlohn woanders noch hinzuverdienen zu wollen.
Was glauben Sie, warum ich Tag und Nacht davon träume, endlich wieder ( endgültig ) in die Heimat zurück zu fliegen ? Leider bin ich noch nicht rentenberechtigt, sonst könnte ich Ihnen beim DACH- Stammtisch weitere Horrorerlebnisse vom deutschen Arbeitsmarkt berichten.
Kradi 24.02.24 17:00
1. Ich glaube nicht, dass auch nur 1 Satang beim Kunden ankommt. 2. All die Qualitätstouristen und anderen "Reichen und Schönen" kommen eh nicht hierher. 3. Wer hier (schon länger )lebt weiss wie solche Verlautbarungen zu händeln sind. 4. Ob, wo und wann hier Sprit verkauft wird bestimmen eh die Käufer und Verkäufer untereinander - zumindest ist das in unserer Gegend so. Von mir aus darf der Anachronismus mit der Sperrzeit bleiben, die Fotos davon erzeugen in heimischen Gefilden garantiert eine gewisse Heiterkeit.
Guenter Scharf 24.02.24 16:50
Alkoholkonsum in China, Indien und anderen Ländern
@Georg Meyer, 24.02.24, 14:50 und @Andy, 24.02.24, 12:30: Ja, in China und Indien wird sehr wohl Alkohol getrunken, wenn auch nicht so viel wie in Thailand. Hier der reine Alkoholkonsum/Person um die letzte Jahrzehntwende:
- Deutschland = 13,4 l
- Russland = 11,7 l
- Südkorea = 10,2 l
- Thailand = 8,3 l
- Japan = 8,0 l
- Schweiz = 7,6 l
- China = 7,2 l
- Indien = 5,7 l
Über Malaysia, wichtiges Touri-Land für Thailand, konnte ich nichts finden.
Die Konsumgewohnheiten sind natürlich unterschiedlich. In China z. B. wird viel Hochprozentiges neben Rotwein getrunken. Einige/Viele vertragen wegen eines fehlenden Enzyme Alkohol überhaupt nicht (werden u. a. rot im Gesicht)
Helge Fitz 24.02.24 15:40
Ich lese hier einiges Gemecker

Mensch, Leute, freu Dich/Euch doch. Und wenn das 0,66 Chang im Preis nur um 5 Baht gesenkt wird. Hier in D kostet der Kasten Helles seit der Inflation 5 Euro mehr- die Inflation geht zurück, aber nicht der Bierpreis. Und im Land des Sonnenzeichens mit 4 Haken gibt es tausendmal mehr Gründe, sich die Verhältnisse schön zu saufen !
Dieter Kowalski 24.02.24 15:10
@ Günter Jack
Genauso ist es.
Das Problem sind also nicht die Steuern, sondern vor Allem der (Straf-) Zoll auf importierten Wein -
In etwa 100%
Norbert Schettler 24.02.24 14:50
Guenter 14:20
Über die Wege, die Thailand geht, um den Tourismus anzukurbeln, müssen wir doch gar nicht mehr diskutieren. Was wurde hier ein Theater veranstaltet wegen der 3 Stunden, in denen es keinen Alk zu kaufen gibt. Ein Risiko für die öffentliche Gesundheit und Sicherheit sei damit verbunden. Und nun will man, siehe oben, die inländischen Ausgaben ankurbeln, indem man die Steuern auf Alk senkt. Merkst Du was? Du sagst es ja selber, der ein oder andere trinkt einen mehr. Mein Vorschlag, weg mit den 3 Std. Verkaufsverbot und die Kurbelei verdoppelt sich selbsständig.
Guenter Scharf 24.02.24 14:20
Sinkende Alkoholsteuer = sinkende Verkaufspreise?
@Norbert Schettler 24.02.24, 12:20 und @Günter Jack, 24.02.24, 13:30: Ich glaube nicht, dass es Tourist*innen gibt, die ins Ausland fahren, nur weil der Alkohol dort billiger ist. Aber wenn die Senkung der Alkoholsteuer zu niedrigen Verkaufspreisen führt (was ja nicht ausgemacht ist), trinkt der/die andere vielleicht eine Flasche mehr.
Günter Jack 24.02.24 13:30
Weine, die hier für 600 bis 800 THB angeboten werden, sind in D im Discounter für 5 bis 6 EUR zu haben. Damit sollen also ausländische Weintrinker angelockt werden? Einfach nur weltfremd!
Ingo Kerp 24.02.24 13:10
An alle Alki-Touris dieser Welt, kommt nach Thailand, euer Sprit wird billiger. Einfach toll, was man sich behoerdlicherseits alles einfallen läßt, um an das Geld von Urlaubern zu kommen. Da ist vom Qualitätstouri bis zum Alki jeder recht.
Andy 24.02.24 12:30
Alkoholsteuer senken
Schön für mich.
Aber von den angelockten Inder und Chinesen trinken 90% keinen Alkohol.
Das bedeutet, die westlichen Urlauber einschließlich der Russen, die trinken auch gerne, müssen wieder für Umsatz sorgen.
Na dann mal, Prost.
Norbert Schettler 24.02.24 12:20
Interessant
Die seltsamen Verkaufszeiten für Alkohol bleiben bestehen, die Steuern werden aber gesenkt. Und das Dolle ist, es sollen die inländischen Ausgaben ( für Alkohol!?) angekurbelt werden. Sorry, diese Logik ist mir zu hoch.