Thailand rüstet sich gegen La-Nina-Fluten

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Das Königliche Bewässerungsamt (RID) intensiviert seine Anstrengungen zur Vorbereitung auf die bevorstehende Regenzeit, die aufgrund des La Nina-Phänomens dieses Jahr besonders intensiv ausfallen könnte.

Bei einer Online-Konferenz im Smart Water Operation Centre des RID unterstrich Generaldirektor Chuchart Rakjit die Notwendigkeit, dass alle 17 regionalen Bewässerungsbüros des Landes umgehend präventive Maßnahmen ergreifen.

Die meteorologischen Prognosen, präsentiert von Kanrawee Sitthichawapak, der Leiterin der meteorologischen Abteilung, deuten auf einen Anstieg der Niederschlagsmengen um mindestens 20 Prozent hin. Besonders betroffen sein wird die Zentralebene mit einem prognostizierten Anstieg von 39 Prozent, gefolgt vom Nordosten mit 22 Prozent und dem Süden mit 16 Prozent.

Diese Wetterbedingungen, verstärkt durch zwei Monsunwinde zwischen August und Oktober, könnten zu heftigen Regenfällen führen. Chuchart Rakjit versicherte jedoch, dass man besser vorbereitet sei als bei der schweren Überschwemmungskatastrophe von 2011, als 65 der 77 Provinzen Thailands betroffen waren. Die technologische Ausstattung zur Wasserressourcenverwaltung sei erheblich verbessert worden.

Zu den präventiven Maßnahmen zählt unter anderem die Renovierung aller Pumpstationen entlang des Chao-Phraya-Flusses, um überschüssiges Wasser effektiv in den Golf von Thailand zu leiten. Außerdem wurden sogenannte „Affenbacken“-Wasserauffanggebiete eingerichtet, darunter eine große Anlage in Thung Baang Rakam in Phitsanulok und weitere zehn in den Niederungen von Thung Chao Phraya. Diese Auffanggebiete sollen insgesamt 1,5 Milliarden Kubikmeter Wasser fassen können, was die Kapazität des Pasak Jolasid Dammes in Lop Buri übertrifft.

Die Vorbereitungen und die verbesserte Infrastruktur sollen dazu beitragen, die Auswirkungen der zu erwartenden starken Regenfälle zu mildern und weitreichende Überschwemmungen zu verhindern.

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