Thailand meldet den fünften Affenpockenfall

Flugreisende im internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak
Flugreisende im internationalen Flughafen Suvarnabhumi in Bangkok. Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK: Eine thailändische Frau, die am Sonntag aus Dubai zurückkehrte, ist die fünfte bestätigte Affenpocken-Patientin in Thailand, teilte der Leiter des Disease Control Department (DCD) am Montag der Presse mit.

Nach Aussage des DCD-Generaldirektors Dr. Opas Karnkawinpong habe sich die 25-jährige Frau in Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) infiziert und Symptome gezeigt, bevor sie nach Thailand zurückflog, so dass es einfach war, ihren Zustand festzustellen.

Dr. Opas führte fort, dass Beamte der Krankheitsüberwachung am Flughafen Suvarnabhumi die Frau mit der offensichtlichen Krankheit entdeckten, sie befragten und ihre Blasen bemerkten, so dass sie ihren Hintergrund überprüften.

Die Frau habe sich laut Dr. Opas kooperativ gegenüber den Behörden gezeigt und sei in ein Krankenhaus gebracht worden, bevor ein anschließender Labortest bestätigte, dass sie mit Affenpocken infiziert war.

„Die Patientin hat sich in diesem Fall im Ausland infiziert, da sie vor ihrer Rückkehr nach Thailand bereits die Symptome hatte“, so Dr. Opas. Er fügte hinzu, dass deshalb kein Risiko bestehe, dass einheimische Personen in engem Kontakt mit ihr gestanden hätten, mit Ausnahme von zwei Ausländern, die auf dem Flug neben ihr saßen.

Dr. Opas fügte hinzu, dass Statistiken aus anderen Ländern zeigten, dass Passagiere, die neben den infizierten Fluggästen saßen, sich nicht ansteckten, da sich die Affenpocken nicht so leicht verbreiten.

Das Gesundheitsministerium werde jedoch versuchen, die beiden ausländischen Passagiere ausfindig zu machen, um sie im Rahmen umfassender Präventivmaßnahmen zu untersuchen, fügte er hinzu.

Dr. Opas betonte auch, dass das Affenpockenvirus nicht über die Luft übertragbar sei, es sich nur durch körperlichen oder sexuellen Kontakt verbreite, und dass bisher keine der Personen, die in engem Kontakt mit den vier früheren Patienten standen, infiziert worden seien.

Er habe dennoch das Gesundheitsministerium in Dubai über den Fall informiert, so wie es die Richtlinien der Weltgesundheitsorganisation vorschreiben.

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