Thai-Nationaltracht soll auf UNESCO-Liste

Foto: The Nation
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BANGKOK: Das thailändische Kulturministerium hat die Weichen für die mögliche Aufnahme der traditionellen thailändischen Nationaltracht in die repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO gestellt.

Kulturminister Sermsak Pongpanich gab bekannt, dass ein formeller Antrag bezüglich des Wissens, der Handwerkskunst und der Praktiken dieser Tracht vorbereitet wurde und nun auf die Zustimmung des Kabinetts wartet.

„Sobald das Kabinett grünes Licht gibt, plant die Abteilung für Kulturförderung, im März dieses Jahres Informationen bei der UNESCO einzureichen“, so Sermsak. Er betonte, dass die UNESCO auch Vorschläge aus anderen Ländern berücksichtigen wird. Neben der thailändischen Nationaltracht stehen in diesem Jahr auch die Bewertungen von Thailands Tom Yum Goong und der Kebaya, der traditionellen Tracht in Südthailand, Singapur, Brunei, Indonesien und Malaysia, auf dem Programm.

Nach erfolgreicher Prüfung dieser Elemente sollen in Zukunft auch die offizielle thailändische Nationaltracht, Muay Thai und Loy Krathong auf ihre Eignung für die UNESCO-Liste überprüft werden, fügte Sermsak hinzu.

Kowit Pakamart, der Generaldirektor der Abteilung für Kulturförderung, unterstrich die historische Bedeutung der formalen thailändischen Nationaltracht, die seit mehr als 1.400 Jahren existiert und auf die Dvaravati-Ära zurückgeht. Die Entwicklung erfuhr sie im Jahr 1960, als Königin Sirikit eine Studie in Auftrag gab, die zur Schaffung von acht verschiedenen Arten von Kostümen führte, die bei speziellen Anlässen getragen werden sollten.

Heutzutage gehören diese acht Arten von traditionellen thailändischen Nationaltrachten zum täglichen Leben der Thailänderinnen und Thailänder, insbesondere bei staatlichen und religiösen Zeremonien, erklärte Kowit.

Die thailändische Nationaltracht repräsentiert nicht nur die Identität des Landes, sondern ist auch ein Beispiel für die „Soft Power“ Thailands. Sie fördert die thailändische Handwerkskunst, schafft Arbeitsplätze, generiert Einkommen und trägt zur wirtschaftlichen Entwicklung bei. Zudem dient sie als Inspiration für neue Generationen, thailändische Stoffe in traditionelle oder kreative Kostüme umzuwandeln, so Kowit abschließend.

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