THAI muss bis Ende Mai Sanierungsplan vorlegen

Die Flugzeuge von Thai Airways wurden auf dem Rollfeld des Suvarnabhumi-Flughafens in Bangkok, geparkt. Foto: epa/Diego Azubel
Die Flugzeuge von Thai Airways wurden auf dem Rollfeld des Suvarnabhumi-Flughafens in Bangkok, geparkt. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Die verlustreiche Thai Airways International (THAI) muss bis Ende des Monats einen Sanierungsplan vorlegen, nur so will die Regierung einen Rettungspaket in Erwägung ziehen.

Verkehrsminister Saksayam Chidchob setzte die Frist inmitten der steigenden öffentlichen Stimmung gegen ein staatlich gesichertes Darlehen für die nationale Fluggesellschaft, die bereits vor dem Ausbruch des Coronavirus in finanzielle Schwierigkeiten geraten war und seit 2017 Verluste gemeldet hatte. „Wenn der Plan im Mai nicht abgeschlossen ist, können wir nicht weitermachen", sagte Saksayam gegenüber Reportern und fügte hinzu, dass der Vorschlag eine klare Strategie für steigende Einnahmen und die Verwaltung der Ausgaben vorlegen müsse.

Die Fluggesellschaft strebt ein Darlehen in Höhe von 58,1 Milliarden Baht an, das vom Finanzministerium garantiert werden soll. Die THAI, die im Jahr 2019 Verluste in Höhe von 12,04 Milliarden Baht verbuchte, hatte letzte Woche die Bangkoker Börse gebeten, ihr zu gestatten, die Vorlage ihrer Jahresabschlüsse für Januar-März auf August zu verschieben, da es aufgrund der Pandemie schwierig sei, Informationen zu sammeln.

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Siggi Seim 13.05.20 20:18
Das wird nicht passieren!
Wir wissen ja, dass die gesamte Flugzeugindustrie am Boden ist und von den einzelenen Regierungen unterstützt werden, da sind die ca. 1,7 Mrd. Euro nur Peanuts welche die Thai Air vorerst bekommen soll.
Fakt ist, dass der Monarch die gültige Thai Fluglizenz besitzt, ihm einige Maschinen gehören, dass die aktuelle
Gattin Thai Stewardess war und das Finanzministerium zu 51% an der Thai Airways beiteilgt ist.
Das sind nur 3 Fakten, ich kenne noch ca. 55 weitere, die genau so ausschlaggebend sind, sie aber nicht ausführlich hier weiter mitteilen möchte.
Desweitern wird zur Zeit an einer Ausdünnung der Flugrouten gearbeitet, zB nach Europa mit einer Maschine nach FFH dann weiter nach Paris, oder BKK -Munich weiter nach FFH, die Reihenfolge ist noch nicht klar, Zürich kommt noch hinzu, London ist momentan noch nicht in der Verlosung.
Es wird also nicht mehr so sein wie vor Corona 7 x die Woche, 2 x am Tag usw. Die Zeiten sind vorbei, die Flüge werden unter Umständen länger und weniger und stark ausgedünnt, aber die Thai Airways wird es nach meinen Informationen noch sehr lange geben, ist auch gut so.
Stefan Hebeisen 13.05.20 19:32
Hauptsache....Grenzen offen
Das einzige was zählt ist, das wieder geflogen werden kann und Leute einreisen dürfen.
Insofern erhalte ich die weltweiten Diskussionen zur Erhaltung von Airlines müssig. Wenn Thai nicht mehr fliegt oder auch Swiss und viele andere ist mir das egal. Irgendeine Gesellschaft wird das Loch füllen, sofern Bedarf da ist.
Und für die anverwandten Betriebe macht es eh keinen Unterschied.
Ganz einfach Angebot und Nachfrage.
Wolfgang Traugott 13.05.20 15:42
Die Thai weiß die eigenen Zahlen nicht?
Ich verstehe, dass der Staat versucht, die für den Tourismus wichtige staatliche Fluglinie zu halten. An der Thai hängen ja nicht nur jeder Menge Flieger, sondern auch ein großer Teil des Grund Service wie Catering und ähnliches für alle Airlines, die internationale Flughäfen in Thailand anfliegen.

Aber wenn eine Firma nicht wiß, wofür Sie in den letzten 3 Monaten bezahlt hat, dann wird es merkwürdig. Am Stress mit dem täglichen Flugbetrieb kann es ja nicht liegen. Es geht um Zahlen der Vergangenheit. Die sollten jederzeit auf Knopfdruck verfügbar sein. Mag ja seine Richtigkeit haben, aber der Verdacht, dass da wer mit dem Schönfärben, um nicht zu sagen Frisieren der Zahlen nicht fertig geworden ist, ist auch irgendwie verständlich. Und so hart es ist: wenn eine große Fluglinie schon insolvenz anmelden muss, dann doch lieber zu einem Zeitpunkt, zu dem keine Passagiere stranden. Mit einem Bruchteil des Kredits kann man die Folgen für die Belegschaft auch abfedern. Weh tut sowas natürlich immer.
Ingo Kerp 13.05.20 12:46
Die Frage ist ohne Häme: der wievielte Plan zur Restrukturierung ist das dann Ende des Monats? Wer seit 3 Jahre gewaltige Verluste einfliegt, hat wohl wenig Chancen in dieser Zeit, wo eine Linie nach der anderen schließen muß, noch mit einem tragfähigen Konzept in den grünen Bereich zu fliegen. Funktioniert es nicht, was man fast annehmen muß, bekommt der Staat über Nacht ein Finanzloch in die Kasse von 58,1 Mrd. THB.
Norbert Schettler 13.05.20 10:51
Geht das?
Ich bin kein Börsenspezialist, aber kann man da als Unternehmen nachfragen ob die Quartalszahlen später vorgelegt werden können? Der Grund, es sei schwierig Informationen zu sammeln, kommt mir auch etwas schwammig vor. Wie will man denn dem Verkehrsminister eine klare Strategie vorlegen ohne Informationen? Oder geht es eher darum, den Kursverfall nicht noch zu beschleunigen? Rettung der Airline schön und gut, es sollte dann aber auch mit offenen Karten gespielt werden.