Terrorverfahren in Paris gegen mutmaßlichen Abdeslam-Komplizen

Foto: epa/Didier Lebry
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PARIS (dpa) - Gut drei Jahre nach den verheerenden islamistischen Attentaten von Paris mit zusammen 130 Toten hat die französische Justiz gegen zwei Männer Ermittlungsverfahren eingeleitet. Einer von ihnen ist nach Angaben aus Justizkreisen Sofien Ayari - ein mutmaßlicher Komplize von Salah Abdeslam, der nach den Anschlägen vom November 2015 als meistgesuchter IS-Terrorist Europas gegolten hatte. Abdeslam und Ayari waren bereits im Frühjahr in Belgien wegen versuchten Polizistenmordes zu jeweils 20 Jahren Haft verurteilt worden.

Ayari und der andere Verdächtige Ali El Haddad Asufi seien am Mittwoch in Frankreich einem Ermittlungsrichter vorgeführt worden, bestätigten die Justizkreise der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag in Paris. Den Verdächtigen wird unter anderem die Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, Beihilfe zu Morden und die Herstellung von Sprengkörpern vorgeworfen. Laut französischer Nachrichtenagentur AFP beziehen sich die Vorwürfe auf die Terrorserie vom 13. November 2015. Die Justizkreise nahmen dazu explizit keine Stellung.

Nach AFP-Angaben gibt es bei der Ermittlung zu der Attentatsserie vom 13. November 2015 zusammen rund 15 Verdächtige - sie würden entweder noch mit Haftbefehl gesucht oder seien bereits mit Ermittlungsverfahren konfrontiert. Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hatte damals die Taten für sich in Anspruch genommen.

Frankreich wurde in den vergangenen Jahren von einer islamistischen Terrorserie erschüttert, fast 250 Menschen wurden dabei getötet.

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