Terrorverdächtiger bleibt nach Moscheeangriff in U-Haft

Foto: epa/Heiko Junge
Foto: epa/Heiko Junge

OSLO (dpa) - Fünf Monate nach dem Angriff auf eine Moschee in der Nähe von Oslo bleibt ein unter Terror- und Mordverdacht stehender Norweger weiter in Untersuchungshaft.

Die zuständige Richterin des Osloer Bezirksgerichts kam am Montag zu dem Schluss, dass der 22-Jährige neue Straftaten begehen könnte, wenn er auf freien Fuß gelassen würde. Die U-Haft wird deshalb um acht Wochen bis zum 2. März verlängert.

Dem Mann wird vorgeworfen, im August 2019 am Vorabend des islamischen Opferfestes bewaffnet mit mehreren Schusswaffen eine Moschee in Bærum angegriffen zu haben. Er wurde von Gläubigen überwältigt und festgenommen, ohne dass jemand in der Al-Noor-Moschee schwerer verletzt worden war.

In seiner Wohnung fand die Polizei später die Leiche seiner 17-jährigen Stiefschwester. Der 22-Jährige gestand den Angriff sowie die Tötung der Jugendlichen, hält sich aber nicht für schuldig. Die Ermittler gehen bei der Attacke auf die Moschee von einem rechtsextremen Motiv aus. Seit dem 12. August sitzt der Mann in U-Haft, die bereits mehrmals verlängert wurde.

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