Tempel baut Särge für arme Familien

Foto: The Nation
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NAKHON RATCHASIMA: Buddhistische Mönche eines Tempels in Nakhon Ratchasima stellen Särge her und verteilen sie an arme Familien, die sich den Kauf eines Sarges für verstorbene Angehörige nicht leisten können.

Phra Acharn Kittisak vom Wat Don Thao im Tambon Mueang Prasart, Bezirk None Sung, sagte am Mittwoch gegenüber der Presse, dass sein Tempel seit vier Jahren Särge herstellt.

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Der Mönch führte fort, dass sein Tempel auf die Idee gekommen sei, nachdem eine Familie, die vor vier Jahren für eine Trauerfeier in den Tempel kam, sagte, sie habe kein Geld für den Kauf eines Sarges.

Ein Sarg kostet in Thailand etwa 5.000 bis 6.000 Baht, was sich arme Menschen nicht leisten können, so der Mönch. Dies habe ihn motivierte, Särge für die Bedürftigen herzustellen.

Der Mönch fügte hinzu, dass er über Tischlerfähigkeiten verfüge, so dass er Särge herstellen könne. Die Anhänger des Tempels haben Holzbretter und andere Materialien gespendet, aber wenn diese knapp waren, musste der Tempel die Materialien selbst kaufen.

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Während der buddhistischen Fastenzeit, wenn die Mönche ihren Tempel nicht verlassen konnten, bat er andere Mönche um Hilfe beim Bau und der Dekoration von Särgen, erläuterte Phra Kittisak. Bislang hat er mehr als 500 Särge hergestellt und verschenkt.

Nach Aussage des Mönches können sich arme Menschen an den Tempel für den kostenlosen Erhalt eines Sarges wenden kostenlose, während großzügige Menschen durch ihre Materialspenden religiöse Verdienste – „tam bun“ – erwerben können.

Phra Acharn Kittisak kann unter der Telefonnummer 093-116.0077 erreicht werden.

Bereits zuvor hatte der Abt des Wat Pa Putthayarn Rangsi in der Provinz Khon Kaen bekanntgegeben, dass sein Tempel Särge für die Bereitstellung an arme Familien von einer Fabrik gekauft hat. Der Abt – Acharn Phanthawat Thammawatthano – sagte, sein Tempel kaufe normalerweise jeweils 50 Särge, die an bedürftige Familien verteilt werden.

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Michael 04.08.22 10:20
@Klaus Berbel
Das macht die Chinesen noch unsympathischer als sie sowieso schon sind...
Klaus Berbel 04.08.22 10:10
Ich hoffe, dass so eine Großzügigkeit nicht ausgenutzt wird und auch wirklich nur arme Familien auf dieses Angebot zurückgreifen.

Ich kann sagen, dass so ein Angebot hier in China völlig schamlos ausgenutzt werden würde und am Ende die Särge sogar noch verkauft würden....