BANGKOK: Die teilweise Sperrung der Hauptstadt und die Anordnung des Innenministeriums, am Montag 18 Grenzübergänge nach Kambodscha zu schließen, lösten am Sonntag einen Exodus von Thais und ausländischen Arbeitern aus Bangkok in ihre Heimatstädte aus.
Am Busbahnhof Mor Chit im Stadtteil Chatuchak reisten rund 80.000 Passagiere in ihre Provinzen. Der Exodus von Arbeitern aus Bangkok kam, als Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul die Menschen in Bangkok und den angrenzenden Provinzen aufforderte, 14 Tage lang von zu Hause aus zu arbeiten, um die Ausbreitung von Covid-19 zu verlangsamen. Viele ausländische Arbeiter reisten in ihr Heimatland, bevor ab Montag die Grenzübergänge geschlossen werden. Andere wollten sich der teilweisen Sperrung in Bangkok entziehen, weil sie in ihren Provinzen noch eine relative Freiheit haben.
Bei der vorhandenen Mentalität und dem Gesundheitssystem zahlen wohl viele Alte und chronisch Kranke die Zeche mit ihrem Leben.