Suizid auf Facebook: Taucher erschießt sich

Finanzielle und familiäre Probleme – In Suratthani Haus gefunden

Letzter Gruß an die Familie und Freunde vor dem Selbstmord: „Diver Nino“ machte dann gegen 15 Uhr in seinem Wohnhaus auf dem Festland in Suratthani Schluss.
Letzter Gruß an die Familie und Freunde vor dem Selbstmord: „Diver Nino“ machte dann gegen 15 Uhr in seinem Wohnhaus auf dem Festland in Suratthani Schluss.

KOH TAO/SURATTHANI: Große Trauer herrscht bei den Freunden von Pattapol Ekpathomsak (48), der sich gestern in seinem Haus in Suratthani mit einer Schusswaffe in den Kopf schoss und zuvor auf Facebook seinen Suizid angekündigt hatte. Der Besitzer der Tauchschule Alvaro Diving und der Pirate Bar am Sunshine Beach auf Koh Tao hatte persönliche und finanzielle Probleme genannt.

Vergeblich hatten seine Ex-Freundin und Bekannte gestern am frühen Nachmittag versucht, ihn von seinem Selbstmord abzubringen. Der verzweifelte Südthailänder, der sich „Diver Nino“ genannt hatte, ließ sich nicht von seinem Entschluss abbringen. Berichten der Bangkok Post zufolge war er vor seinem Ende noch minutenlang auf Facebook-Facetime mit engen Freunden in Kontakt gewesen und hatte dann abgeschaltet. Kurz darauf vernahmen Nachbarn einen Schuss.

Polizeibeamte fanden den Leichnam in voller Motorradbekleidung und mit Sturzhelm im Obergeschoss des zweistöckigen Wohnhauses in der Provinzhauptstadt Suratthani. Pattapol Ekphathomsak schien so verzweifelt gewesen zu sein, dass er sogar eine Beisetzung nach seinem Tod untersagt hatte. Auf seiner Facebookseite „Diver Nino“ haben Freunde ein Kondolenzforum eingerichtet.

Fotos: Facebook Nino Diver
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Leserkommentare

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THOMAS S 15.09.18 13:41
Also Leute
Wenn ich meinen Suizid noch bei Facebook ankündige,dann stimmt doch etwas nicht. Was will er damit sagen? Mir völlig unklar der ganze Akt. Hatte viele ,,Freunde" und keiner hat was gemerkt.
Hardy Kromarek Thanathorn 14.09.18 19:24
Tragisch!!!
Hier wird zu alledem noch eine gesundheitliche Sache gewesen sein. Depressionen!
Jürgen Franke 14.09.18 16:52
Wer im Alter von 48 Jahren seinen Tod derartig
inszeniert, hat sicherlich, außer persönlichen und finanziellen, auch noch andere Probleme, die bedauerlicherweise nicht erkannt und nicht behandelt worden sind.