Sturz vom Balkon: Siebenjährige stirbt im Krankenhaus

Ermittler inspizieren den Unfallort. Foto: The Nation
Ermittler inspizieren den Unfallort. Foto: The Nation

BANGKOK: Das zweite von vier Geschwistern, die letzten Monat vom Balkon ihrer Wohnung im vierten Stock in die Tiefe fielen, ist gestorben.

Die siebenjährige Chanida, Tochter eines Schweizers und einer Thailänderin, lag seit dem 1. Mai im Krankenhaus im Koma. Ihr Zustand verschlechterte sich am Montag, dann hörte ihr Herz auf zu schlagen. Trotz intensiver Versuche der Ärzte, sie zu retten, wurde sie am Dienstag um 8 Uhr morgens im Hospital Ramkhamhaeng für tot erklärt. Chanida folgte ihrem fünf Jahre alten Bruder, der am Unfalltag einer Kopfverletzung erlag. Die beiden übrigen Kinder haben sich von den Verletzungen erholt.

Der Vater der Kinder, ein Schweizer, der Englisch unterrichtet, lebte getrennt von seiner Ex-Frau sowie den vier Kindern und ist Berichten zufolge seit ihrer Trennung vor vier Jahren in einem Streit um das Sorgerecht für die Kinder. Er besuchte Chanida im Krankenhaus und soll vor Kummer zu Boden gestürzt sein, als ihm von ihrem Tod berichtet wurde.

Nach Angaben der Polizei wurde der Balkon der Wohnung mit Holzbrettern verlängert, um Geschirr aufzubewahren. Als sich nachts die Befestigungen lösten, stürzten die vier Kinder in die Tiefe. Die Polizei vermutet, dass die Kinder auf der Verlängerung saßen oder standen, als diese nachgab. Die vier Kinder lebten mit ihren Großeltern und der thailändischen Mutter in einem Apartmentblock. Der Vorfall ereignete sich, als die Großeltern schliefen und die Mutter in einem Hotel Nachtschicht hatte.

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Leserkommentare

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Siam Fan 16.06.18 23:29
Unterhaltspflicht
Natürlich bleibt die Unterhaltspflicht beim Vater. Wenn die beiden in der Schweiz verheiratet waren, auch Unterhaltspflicht für die Ehefrau. Die Nachbesserung des Sachverhaltes durch H. Dong, habe ich noch nirgends gelesen und scheint an den Haaren heran gezogen. Für was sonst werden den Hängematten auf den kleinen Balkon gebraucht. Auch zur Aufsichtspflicht, gibt es eine ganz andere Rechtsprechung. Der Vater hatte doch für zwei Kinder das Sorgerecht. Wollen Sie dem auch unterlassene Aufsichtspflicht anhängen?
Mike Dong 16.06.18 16:42
@Siam Fan / Sonderrechte
Bzgl Hr.Bütler's "Sonderrechten": Ich wäre sogar bereit diese zuzugestehen :-), falls er diese einfordert würde, was er aber definitiv nicht macht. Bzgl. Unterhaltspflicht: Das ist in T mal gerade ein Tropfen auf den heißen Stein, wenn überhaupt. Aus der thailändischen Presse war auch zu entnehmen, daß die Kinder nicht auf dem Balkon schliefen, sondern eins rausgegangen ist, um was von einem Teller, der da auf dem "Anbau" war, zu nehmen. Dabei hat es sich wohl im Netz verheddert u als die anderen helfen wollten, sind sie alle gestürzt. Simpler Fall: Die Mutter hatte vom Gericht das Sorgerecht, daher Aufsichtspflicht, die wurde delegiert zu den Großeltern. Diese haben dieSe Pflicht nicht korrekt erfüllt. Strafe legt das Thai Gericht fest.
Songran Raktin 16.06.18 13:45
Siam Fan - 15.06.2018 - 21.11 Uhr
​Siam Fan, wieso glauben Sie, dass Herr Buetler glaubt, hier Sonderrechte zu haben. Die Kommentare von Herr Buetler sind top formuliert und von der technischen Seite ist auch fuer Laien immer bestens erklaert und somit nachvollziehbar
Siam Fan 15.06.18 21:11
Jeder Leser, darf sich hier, seine....
.... eigene Meinung bilden. Auch wenn Herr Bütler glaubt hier Sonderrechte zu haben. Natürlich bestand die ganze Zeit eine Unterhaltspflicht, die der Vater wohl nicht nachgekommen ist!? Die Kinder können nichts für den Streit, die lieben trotzdem Beide. Der Geldmangel unterstreicht aber meine Vermutung, die Kinder mußten auf dem Balkon schlafen.
Hansruedi Bütler 14.06.18 21:18
Was schreiben die da???
Lieber Herr Schönholzer, diesen Kommentarteil dürfen Sie nicht als "voll" nehmen. Unser werter Siam Fan war schon früher unter einem andren Pseudonym, oft als intellektueller Tiefflieger unterwegs. Alle gutgemeinten Ratschläge diesbezüglich konnte er leider nicht verwerten. :-( Lassen Sie bitte ihm den Treibstoff nicht ausgehen, sonst stürzt er noch ab. MfG HRB