Sturm - umgestürzte Bäume und hohe Wasserstände

Ein überschwemmtes Gebiet um Fiskergade und Tvaergade in Kerteminde. Foto: epa/Michael Bager
Ein überschwemmtes Gebiet um Fiskergade und Tvaergade in Kerteminde. Foto: epa/Michael Bager

KOPENHAGEN: Dänemark hat eine stürmische Nacht mit voraussichtlich geringeren Schäden als befürchtet überstanden. Der Polizei in den verschiedenen Teilen des deutschen Nachbarlandes wurden im Zuge des Sturms «Pia» in der Nacht zum Freitag vor allem viele umgestürzte Bäume gemeldet, mancherorts wurde zudem der höchste Wasserstand seit mehreren Jahren gemessen. Ein 81-jähriger Mann starb in Tappernøje rund 80 Kilometer südlich von Kopenhagen bei einem Frontalzusammenstoß, als eine Autofahrerin einem umgestürzten Baum ausweichen wollte.

Auf der vorübergehend gesperrten Brücke über den Großen Belt kam es zu kilometerlangen Staus. Zudem fielen mehrere Flüge, Züge und Fähren aus. Die Ostsee-Fähre zwischen Rødby und Puttgarden nahm am Morgen wieder den Betrieb auf, ab den Mittagsstunden sollten auch die Fähren zwischen Gedser und Rostock wieder fahren.

Ein norwegisches Kreuzfahrtschiff mit 266 Passagieren und 131 Crew-Mitgliedern an Bord geriet im Zuge des Sturms in der Nordsee in Schwierigkeiten. Die «MS Maud» sei am Donnerstagnachmittag auf ihrem Weg von Florø in Norwegen ins englische Tilbury von einer kräftigen Welle getroffen worden und habe daraufhin einen vorübergehenden Stromausfall gemeldet, teilte die Reederei Hurtigruten auf dpa-Anfrage mit.

Schwerere Verletzungen habe es zu dem Zeitpunkt an Bord nicht gegeben. Der Zustand des Schiffes sei weiterhin stabil, es könne aus eigener Kraft fahren. Angesichts der Wetterbedingungen habe man aber entschieden, die Route zu ändern: Das Schiff fahre nun nach Bremerhaven, wo die Passagiere von Bord gehen sollten.

Sturm «Pia» hatte Dänemark am Donnerstagnachmittag erreicht. Er habe nun seinen Höhepunkt hinter sich, meldete der dänische Wetterdienst DMI am Freitagvormittag auf der Online-Plattform X. Die kräftigsten Böen seien mit einer Orkanstärke von 44 Metern pro Sekunde in der Ortschaft Thyborøn etwa 200 Kilometer nördlich der deutsch-dänischen Grenze gemessen worden. Die Behörde warnte jedoch weiter vor hohen Wasserständen gerade im Kattegat zwischen Dänemark und Schweden.

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