Strengere Regeln für Doppeldeckerbusse

Foto: sikaraha/Adobe Stock
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BANGKOK: Das Ministerium für Landverkehr reagiert auf den tragischen Unfall vom 5. Dezember 2023, bei dem ein Doppeldeckerbus des Unternehmens Srisiam Dernrod 14 Menschen tötete und 32 weitere verletzte. Der Unfall ereignete sich auf dem Highway Nr. 4 (Phetkasem) zwischen den Kilometernummern 331 und 332 im Unterbezirk Moo 7 Huay Yang, Bezirk Thap Sakae, Provinz Prachuap Khiri Khan.

Als Reaktion auf diesen Vorfall hat das Ministerium mehrere Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Doppeldeckerbussen eingeführt. Eine Schlüsselmaßnahme ist die verpflichtende Ausstattung aller Doppeldeckerbusse mit einem Geschwindigkeitsbegrenzer, um die Hauptursache von Unfällen, das Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit, zu bekämpfen.

Zusätzlich müssen Doppeldeckerbusse nun alle sechs Monate von qualifizierten Mechanikern überprüft werden, um sicherzustellen, dass sie sich in gutem Zustand befinden. Das Ministerium plant auch eine verstärkte Regulierung und Überwachung von Busunternehmen, einschließlich Inspektionen, GPS-Ortung, regelmäßigen Sicherheitsprüfungen und strengen Sicherheitsstandards.

Das Ministerium prüft außerdem Verbote für den Einsatz von Doppeldeckerbussen in bestimmten Gebieten mit schwierigen Straßenverhältnissen und schreibt eine niedrigere maximale Fahrgastkapazität vor. Zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen, wie Seitenaufprallschutz, werden ebenfalls obligatorisch.

Trotz der positiven Bewertung dieser Maßnahmen als ersten Schritt zur Verbesserung der Doppeldeckerbus-Sicherheit, betont das Ministerium, dass weitere Anpassungen möglich sind. Die Zusammenarbeit mit Busunternehmen und Fahrgästen wird intensiviert, um das Bewusstsein für Sicherheitsrisiken zu schärfen.

Mit diesen Maßnahmen strebt das Ministerium an, die Sicherheit von Doppeldeckerbussen zu erhöhen und das Unfallrisiko nachhaltig zu verringern. Anzumerken ist, dass seit 2016 keine neuen Doppeldeckerbusse zugelassen werden, um das Risiko von Unfällen, insbesondere in bergigen Gebieten, zu minimieren. Bestehende Modelle werden jedoch weiterhin im gesamten Land eingesetzt.

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Beat Sigrist 09.12.23 13:30
Eine Amtsstelle für
Führerscheine und Fahrzeugkontrollen sollten in Thailand nicht von nationalen Mitarbeiter geführt werden. Eine solche Amtsstelle sollte zbs. von einer Firma aus Schweden in Thailand aufgebaut und geleitet werden im Auftrag der thailändischen Regierung. Nach 10 Jahren könnte dann diese Abteilung an thailändische Mitarbeiter übergeben werden, welche auch dort eingearbeitet und ausgebildet wurden. Mit einer solchen Lösung könnte man mindestens 97% weniger Unfalltote im Strassenverkehr vermeiden und Tausende von Menschenleben retten. Jedes Jahr sterben ca. 23 000 Menschen im Strassenverkehr in TH. Schweden hat pro 1 Million Einwohner nur 1 Verkehrstoten im Jahr zu beklagen.
Andreas Hamm 08.12.23 14:30
Und im ganzen Artikel kein einziger Satz über die Qualifikation, Ausbildung und Prüfung der körperlichen, gesundheitlichen und geistigen Eignung der Busfahrer. Ich denke hier besteht auch dringender Handlungs- und Verbesserungsbedarf.
Siegfried Naumann 08.12.23 14:20
Was nützt das sicherste Fahrzeug, wenn....
....der Fahrer Fehler macht?!
Ingo Kerp 08.12.23 13:10
Gut das etwas für die Sicherheit getan wird bei den Bussen. Weniger gut ist, das im Vorfeld immer erst etwas schreckliches passieren muß, bis man mit einer Maßnahme reagiert.
michael von wob 08.12.23 12:10
@Gigi
Falsch ...imer nur Bremsenversagen
Gigi Geiger 08.12.23 12:00
Unfälle mit Bussen
Generell ist zu sagen dass sich Unfälle nicht ereignen, sie werden verursacht! In den meisten Fällen durch menschliches Versagen (sei es Uebermüdung, Alkohol am Steuer, übersetzte Geschwindigkeit). Manchmal auch mangelhafter Fahzeugunterhalt. Der Hebel muss bei den Chauffeuren angesetzt werden. Diese sollten jährlich auf Ihre Eignung hin getestet werden auch charkterliche Eigenschaften, einen Bus zu führen. En jährlicher medizinscher Check wäre ebenfalls angebracht.