70 Tote bei Kämpfen mit Boko Haram

N'DJAMENA (dpa) - Im zentralafrikanischen Tschad sind bei Kämpfen mit der Terrororganisation Boko Haram nach Angaben der Streitkräfte 63 islamistische Kämpfer und sieben Soldaten getötet worden.

Bei dem Angriff der Terroristen auf einen Militärstützpunkt nahe dem Tschadsee seien 15 weitere Soldaten teils schwer verletzt worden, erklärte Armeesprecher Azem Bermendoa Agouna am Montag. Boko Haram nahm das Lager unweit der Grenzen zu Nigeria und Kamerun im Ort Kaiga Kindjiria demnach am späten Sonntagabend unter Feuer. Die Militärangaben ließen sich zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Die sunnitische Gruppe Boko Haram terrorisiert den Nordosten Nigerias sowie die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer Tschad und Kamerun. Die Organisation war vor genau fünf Jahren weltweit bekannt geworden durch die Entführung von knapp 300 überwiegend christlichen Schülerinnen aus dem nigerianischen Ort Chibok. Einige der Mädchen wurden inzwischen befreit, andere nach Verhandlungen freigelassen. Gut 100 der Mädchen gelten immer noch als vermisst; sie sind vermutlich noch in der Gewalt ihrer Entführer.

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