Steueranreize für Nebensaison-Tourismus

Foto: boophuket/Adobe Stock
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BANGKOK: Das thailändische Kabinett hat am Dienstag (4. Juni 2024) eine Reihe von steuerlichen Maßnahmen verabschiedet, um den Inlandstourismus während der Nebensaison zu fördern. Die Maßnahmen, die für den Zeitraum von Mai bis November dieses Jahres gelten, sollen vor allem Unternehmen zugutekommen, die Kongresse und Seminare veranstalten.

Nach Angaben des stellvertretenden Finanzministers Paopoom Rojanasakul beinhalten die neuen Regelungen Steuerabzüge für Unternehmen, die derartige Veranstaltungen organisieren. Ziel ist es, die wirtschaftliche Aktivität in diesen Monaten zu steigern und die Tourismusbranche anzukurbeln.

Darüber hinaus umfassen die Maßnahmen Steuererleichterungen für Privatpersonen, die ihre Ferien in sekundären Städten verbringen und dort in nicht-hotelartigen Unterkünften wie Homestays übernachten. Diese Initiativen sollen dazu beitragen, den Touristenverkehr in weniger frequentierte Regionen zu lenken und dortige Wirtschaftszweige zu unterstützen.

Premierminister Srettha Thavisin erklärte, dass die Regierung durch diese Maßnahmen Einnahmenverluste in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Baht (41 Millionen US-Dollar) hinnehmen müsse. Er betonte jedoch, dass der erwartete Nutzen diese Kosten deutlich übersteigen werde.

Die Notwendigkeit dieser Maßnahmen wird durch Aussagen des Ministers für Tourismus und Sport, Sermsak Pongpanich, unterstrichen. Er wies darauf hin, dass Thailand trotz der Bemühungen, den Tourismussektor zu stärken, immer noch mit infrastrukturellen Schwächen und unzureichenden Dienstleistungen zu kämpfen habe. Die touristischen Ziele hätten sich nicht schnell genug entwickelt, um mit der steigenden Nachfrage Schritt zu halten. Die Regierung habe sich jedoch verpflichtet, Thailands Position im Tourismusentwicklungsindex während ihrer Amtszeit zu verbessern.

Die neuen steuerlichen Anreize sind Teil eines umfassenderen Plans, mit dem Thailand hofft, den Inlandstourismus in der Nebensaison nachhaltig zu stärken und gleichzeitig die regionale Wirtschaftsentwicklung zu fördern.

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Laddawan Sukkon 05.06.24 20:00
Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld?
Auf der einen Seite muss die Regierung ein Wahlversprechen von 10,000 digitalen Baht, total 560'000'000'000 oder 560 Milliarden Baht einlösen. Das Geld ist gar nicht da und es gibt keine kommerzielle Bank, welche der Regierung ein solches Darlehen gewähren würde. So kommen höchstens eine Anleihe oder Staatsbanken in Betracht; allenfalls ein Spießrutenlauf bergaufwärts, da jetzt schon 5+ Billionen Baht Geldmenge fehlen. Sei es wie es wolle, die einen bezeichnen es als Wahlversprechen, andere spekulieren auf Stimmenkauf. Die Mehrheit glaubt aber ans Christkind und freut sich über das Geldgeschenk, welches sie in wesentlich höheren Beträgen zurückzahlen müssen - nur wissen sie es noch nicht.

Auf der anderen Seite husten die Touristengötter ständig unverständliches zum Thema "Ankunftsgebühr" von 300 Baht pro Reisender - Umsetzung de facto fast unmöglich. Auch werden die reichen Ausländer wieder ins Visier genommen mit der Besteuerung von allenfalls besteuertem Vermögen aus dem Ausland. Hier ist auch klar; wenn die Steuer einen Flugschein ins Geburtsland des Ausländers übersteigt, dann bringen diese zukünftig die Hartwährungsbeträge in barem Notengeld, denn nur Bares ist Wahres.

Jetzt noch Steuervergünstigung für den Tourismus?

Wie an der Kirmes; nur wesentlich teurer und definitiv total unübersichtlich. Viel Glück nach Thailand
Ingo Kerp 05.06.24 13:20
Das Einzige was jetzt noch fehlt im Zusammenhang mit dem zu pushenden Tourismus ist eine Zwangsmaßnahme, mit der auch wirklich jeder genoetigt wird, Geld für Urlaub aus zu geben.